Wissenschaft

Projekt Goliath (Matthias Bürgel)

Wenn ich das richtig aufgeschnappt habe ist Matthias Bürgel von Beruf Polizist. Und neuerdings auch Romanautor. „Projekt Goliath“ ist sein Erstlingswerk, auch wenn man das beim Lesen kaum zu glauben scheint. Denn die Geschichte ist so packend wie realistisch und gerade vielschichtig genug, dass es nicht eintönig wird und doch noch komplex genug.

Im Wesentlichen geht’s um Terroristen, die einen gerade erst entdeckten Ebola-Ableger, zu dem es noch keinen Impf- und Gegenwirkstoff gibt, dazu verwenden wollen, Westeuropa anzugreifen. Um überhaupt an den Erreger zu kommen, entführen sie die Tochter eines führenden Wissenschaftlers. Damit zwingen Sie ihn, ihm alle vorhandenen Erreger auszuhängigen.

Dass sich damit das Virus in den Händen der Terroristen befindet, ist ein Problem. Das grössere Problem ist allerdings, dass die Wissenschaftler gleichzeitig keine Version davon haben um ihre Impfmittelforschung zu betreiben. Damit sind sie einem allfälligen Angriff hilflos ausgeliefert.

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Meteor (Dan Brown)

Wenn ich mir gleich so viel Zeit fürs Lesen nehme, dann steckt ein ganz besonders spannendes Buch dahinter. Und das ist ‚Meteor‘ in der Tat. Zwar aus dem Jahre 2003 und damit nicht mehr wirklich neu. Aber für den, der einen Roman zum ersten Mal liest, ist er halt immer neu.

Ein unglaublicher Fund der Nasa ist zentrales Thema. Der Verdacht, dass von höchster Stelle ein Betrug noch nie dagewesenen Ausmasses geplant ist, treibt die Geschichte voran. Dazwischen gehen Dinge schief, weil den falschen Menschen vertraut wird. Und es scheint alles anders, als es am Ende tatsächlich ist. Typisch Thriller halt. Und doch nicht.

Brown berührt mit der Idee, dass ausserirdisches Leben entdeckt wurde, irgendwie jeden Menschen. Die Frage nach dem Sinn und eben danach, ob da draussen noch anderes Leben besteht, hat doch jeden schon irgendwann beschäftigt.

Geschickt entwickelt Dan Brown die üblichen mehreren Handlungsstränge und bringt sie in einer Art Finale glaubwürdig zusammen.

Absolute Pflichtlektüre für Thriller-Fans. Und dringende Bitte für eine Verfilmung nach Hollywood.

 

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Credo (Douglas Preston)

Fanatismus ist vermutlich immer schlecht. Religiöser sowieso. So auch in ‚Credo‘, einem Roman von Douglas Preston, in dem sich wütende Christen formieren und ein wissenschaftliches Projekt attackieren. So richtig mit Waffen und roher Gewalt, Mord und Tatschlag im Namen des Herrn. Warum? Weil eine Abfolge von Ereignissen dazu geführt hat, dass sie davon überzeugt sind, damit den Antichristen zu bekämpfen. Klingt abstrus, baut sich aber im Verlauf des Romans nachvollziehbar auf.

Und so ganz falsch liegen die Fanatiker auch gar nicht. Denn dieses wissenschaftliche Projekt entwickelt sich ziemlich anders als geplant. Irgendwie scheint man Kontakt zu einer übernatürlichen Macht aufgenommen zu haben. Ist das Gott? Jedenfalls nicht der Gott der Bibel. Oder nur ein Spass, der aus dem Ruder läuft?

Nicht ungeschickt zeigt der Autor Preston auf, wie einerseits eine Religion entstehen und wie sie sich anderseits zu einer öffentlichen Bedrohung entwickeln kann. Wie gesagt, Fanatiker sind immer eine Gefahr, egal um was es geht.

‚Credo‘ ist ein spannender Wissenschafts-, ja beinahe Religions-Thriller, der langsam anfängt und im typisch amerikanischen ‚big bang‘ endet. Dazwischen regt er doch ab und zu auch ein bisschen zum Nachdenken an und zeigt ziemlich schonungslos (wenn auch zwischen den Zeilen), wie Religionen funktionieren.

Meine Bewertung: (4 / 5)

 

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