Eure Dummheit kotzt mich an (Rayk Anders)

Rayk Anders ist Journalist und vielleicht einigen bekannt als YouTuber, der Verschwörungs- und andere Theorien mittels fundierter Recherche ad absurdum führt. Das ist in Zeiten, in denen jedes noch so seltsame Blog eines Einzelnen (wie der romanfresser, haha) zur mutmasslichen Informationsquellen irgendwelcher Behauptungen mutieren kann, sehr wichtig und sinnvoll. Dubiose Seiten, die vorgeben, unabhängige Medien zu sein, verbreiten Infos und Berichte, die manchem Leser schon beim ersten Durchsehen suspekt erscheinen. Aber eine Behauptung kann noch so absurd sein, es finden sich immer Leute, die sie glauben. Und schlimmer noch, die sie weiter verbreiten und damit noch mehr Deppen finden, die sie glauben.

Ich kann mich erinnern, wie ich sprachlos und kopfschüttelnd da stand, als ein Bekannter von mir behauptete, die Kondensstreifen der Flugzeuge seinen sog. Chemtrails, beinhalten Chemikalien, die zu weiss-ich-was-für-Zwecken versprüht werden. Genau seit diesem Tag weiss ich: Egal wie doof eine Aussage ist, es findet sich immer ein Gläubiger.

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Der Präsident (Sam Bourne)

Der Präsident _ Sam BourneEs ist vermutlich fast unmöglich, dieses Buch zu lesen ohne ständig Donald Trump vor Augen zu haben. Und natürlich sind die Gemeinsamkeiten mit dem amtierenden US-Präsidenten gewollt. Behaupte ich zumindest, denn anders ist es kaum vorstellbar. Und um dem Ganzen noch das Sahnehäubchen aufzusetzen, hat der deutsche Verleger beschlossen, ein Profil auf der Titelseite abzubilden, das wohl nahezu jeder als Donald Trump erkennt. Bei der Art, wie Donald Trump regiert, erstaunt es mich eigentlich, dass er den aktuellsten Roman von Sam Bourne nicht verbieten ließ. Aber vermutlich käme das nur einem Eingeständnis gleich: Jawohl, der Autor schildert konkret die Person Trump, deshalb geht das nicht.

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Das Osterman-Wochenende (Robert Ludlum)

Schlechte Formatierung (e-Book-Version) und eher alter Schreibstil mit langen Sätzen, dazu noch viele Namen, machen die ersten Seiten zum Geduldspiel. Der Rest des Buches liest sich einigermassen angenehm, wenn man davon absieht, dass die Geschichte sehr konstruiert wirkt.

Worum geht’s? Die Ehepaare Tremayne, Cardone, Tanner und Osterman sind befreundet und treffen sich jährlich. Ausser den Ostermans wohnen alle in Saddle Valley, letztere reisen für das Freundestreffen jeweils aus LA an. Daher auch der Titel „Osterman-Weekend“.

Doch dieses Jahr geschehen eine Woche vor dem Treffen seltsame Dinge. Tanner wird unter einem Vorwand zum CIA geholt, wo man ihm eröffnet, dass seine befreundeten Paare unter Verdacht stehen, einer kriminellen Organisation namens Omega anzugehören. Die CIA jagt das scheinbar mächtige Omega schon länger und will ihm ausgerechnet dieses Wochenende eine Falle stellen. Eine Falle, die nur funktioniert, wenn Tanner mitspielt.

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