Verschwörung

Fünf vor zwölf (David Baldacci)

Hinweis: “Fünf vor zwölf” ist der fünfte Band in der Reihe um “King & Maxwell”. Es empfiehlt sich, diese Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Hier geht es zum ersten Band. 

Sean King und Michelle Maxwell werden von einem befreundeten Anwalt angeheuert, die Unschuld eines seiner Mandaten zu beweisen. Noch bevor die zwei ankommen und sich über den Stand der Dinge informieren lassen können, wird der Anwalt umgebracht. Ausgerechnet die beiden entdecken die Leiche. Und weil ausser Michelle und Sean weit und breit niemand beim Opfer ist, gelten die zwei schon mal als Tatverdächtige. Tolle Ausgangslage. Aber ungefähr so fängt die Geschichte tatsächlich an, von einem sehr düster-unheimlichen Intro abgesehen, das einen an Folterszenen erinnert, obwohl es keine zu sein scheint.

Der eingebuchtete Mandant heisst Edgar Roy und spricht kein Wort mehr und hat seine Augen nur noch leer auf einen fiktiven Punkt irgendwo im Nirgendwo gerichtet. Das ist keine grosse Hilfe für zwei Ermittler, die seine Unschuld beweisen sollen, aber noch nicht einmal richtig wissen, wer er ist. Denn die berufliche Vergangenheit, die Roy hat,, schein je länger je weniger dem zu entsprechen, was man Sean und Michelle gegenüber erzählte. Da muss mehr dahinter stecken.

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Eure Dummheit kotzt mich an (Rayk Anders)

Rayk Anders ist Journalist und vielleicht einigen bekannt als YouTuber, der Verschwörungs- und andere Theorien mittels fundierter Recherche ad absurdum führt. Das ist in Zeiten, in denen jedes noch so seltsame Blog eines Einzelnen (wie der romanfresser, haha) zur mutmasslichen Informationsquellen irgendwelcher Behauptungen mutieren kann, sehr wichtig und sinnvoll. Dubiose Seiten, die vorgeben, unabhängige Medien zu sein, verbreiten Infos und Berichte, die manchem Leser schon beim ersten Durchsehen suspekt erscheinen. Aber eine Behauptung kann noch so absurd sein, es finden sich immer Leute, die sie glauben. Und schlimmer noch, die sie weiter verbreiten und damit noch mehr Deppen finden, die sie glauben.

Ich kann mich erinnern, wie ich sprachlos und kopfschüttelnd da stand, als ein Bekannter von mir behauptete, die Kondensstreifen der Flugzeuge seinen sog. Chemtrails, beinhalten Chemikalien, die zu weiss-ich-was-für-Zwecken versprüht werden. Genau seit diesem Tag weiss ich: Egal wie doof eine Aussage ist, es findet sich immer ein Gläubiger.

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Der Präsident (Sam Bourne)

Der Präsident _ Sam BourneEs ist vermutlich fast unmöglich, dieses Buch zu lesen ohne ständig Donald Trump vor Augen zu haben. Und natürlich sind die Gemeinsamkeiten mit dem amtierenden US-Präsidenten gewollt. Behaupte ich zumindest, denn anders ist es kaum vorstellbar. Und um dem Ganzen noch das Sahnehäubchen aufzusetzen, hat der deutsche Verleger beschlossen, ein Profil auf der Titelseite abzubilden, das wohl nahezu jeder als Donald Trump erkennt. Bei der Art, wie Donald Trump regiert, erstaunt es mich eigentlich, dass er den aktuellsten Roman von Sam Bourne nicht verbieten ließ. Aber vermutlich käme das nur einem Eingeständnis gleich: Jawohl, der Autor schildert konkret die Person Trump, deshalb geht das nicht.

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Das Osterman-Wochenende (Robert Ludlum)

Schlechte Formatierung (e-Book-Version) und eher alter Schreibstil mit langen Sätzen, dazu noch viele Namen, machen die ersten Seiten zum Geduldspiel. Der Rest des Buches liest sich einigermassen angenehm, wenn man davon absieht, dass die Geschichte sehr konstruiert wirkt.

Worum geht’s? Die Ehepaare Tremayne, Cardone, Tanner und Osterman sind befreundet und treffen sich jährlich. Ausser den Ostermans wohnen alle in Saddle Valley, letztere reisen für das Freundestreffen jeweils aus LA an. Daher auch der Titel “Osterman-Weekend”.

Doch dieses Jahr geschehen eine Woche vor dem Treffen seltsame Dinge. Tanner wird unter einem Vorwand zum CIA geholt, wo man ihm eröffnet, dass seine befreundeten Paare unter Verdacht stehen, einer kriminellen Organisation namens Omega anzugehören. Die CIA jagt das scheinbar mächtige Omega schon länger und will ihm ausgerechnet dieses Wochenende eine Falle stellen. Eine Falle, die nur funktioniert, wenn Tanner mitspielt.

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Will Robie

Er ist ein Profikiller im Dienste der CIA. Auf der ganzen Welt eliminiert er Staatsfeinde und manchmal auch solche, die es erst werden könnten. Doch so kaltblütig er auch seine Aufträge ausführt, Robbie ist trotzdem ein Mensch mit Gefühlen. Er unterdrückt diese zwar in den meisten Fällen, kommt aber vor allem im Verlauf der späteren Bücher nicht darum herum, sich mit seinen Emotionen, Erinnerungen und seiner Vergangenheit auseinander zu setzen.

Mehrmals erhält er Aufträge, die er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann und die er schliesslich anders löst, als ihm befohlen wurde. Immer wieder steht er auch auf der Kippe bei der CIA. Einige wollen ihn loswerden (mit welchen Mitteln auch immer), andere glauben an ihn und seine Fähigkeiten.

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