Im Visier - Lee ChildEs ist nicht einfach, den Überblick über die Jack Reacher-Reihe zu behalten. Der Autor hat die Bücher schon mal nicht in der chronologischen Reihenfolge geschrieben. Zusätzlich sind die deutschen Übersetzungen aber auch nicht in der gleichen Reihenfolge wie die Originaltitel erschienen. Und letztlich sind in die Hauptreihe noch da und dort Kurzgeschichten eingeflochten worden, die irgendwie kreuz und quer einzuordnen sind.

Da ist es bezeichnend, dass in der vorliegenden E-Book-Ausgabe der falsche Titel der Originalausgabe genannt wird. Im Visier hiess im Englisch 'Personal', was durchaus passend erscheint. Genannt wird jedoch 'Never go back', das in Wahrheit den deutschen Titel 'Die Gejagten' trug. So weit, so gut.

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Im Sommer sterbenEin Zürcher Banker wird auf einem Golfplatz erschossen. Völlige Ahnungslosigkeit bei der Polizei. Kommissar Eschenbach, die Hauptfigur in Theurillats Erstlingswerk, übernimmt den Fall und kommt ewig nicht vom Fleck. Und diese gefühlte Ewigkeit für Eschenbach färbt irgendwie auch auf den Leser ab. Denn in Theurillat Debütroman "Im Sommer sterben" geschieht seitenweise so wenig, dass man es eigentlich getrost als 'nichts' bezeichnen könnte. Ganze Kapitel handeln von Ermittlungen, Gesprächen, Gedanken, die den Figuren zwar etwas Leben einhauchen und vielleicht auch ein wenig Zürcher Stadtstimmung vermitteln, die Geschichte an sich aber eigentlich nicht voran bringen.

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Wow! Romane sind natürlich Geschmacksache. Aber für mich war das einer der spannendsten Reacher überhaupt. Lee Child hat ihn wiederum in der dritten Person geschrieben, was ihm Ausflüge in diese oder jene Richtung ermöglichten und beim Leser zur Spannung auch noch Abwechslung besorgt, weil man miterlebt, was die Ermittler unternehmen, was Reacher tut und wie sich die Verbrecher organisieren. Den Hauptteil der Geschichte begleitet der Schreiber allerdings die Hauptperson, Jack Reacher.

Der ist gerade in eine Stadt gekommen, weil er von einem Attentat hörte, das ein ihm bekannter ehemaliger Soldat verrichtet haben soll. Zu viel will ich nicht verraten, deshalb schreibe ich hier mal nicht, warum genau das Reacher zu einer Reise nach Indiana bewegte.

Was von Beginn an nach glasklarer Kiste ausschaut, bekommt nach und nach Sprünge in der Glaubwürdigkeit. Was ist hier wirklich vorgefallen? Wer was gemacht hat, scheint weitgehend klar zu sein. Doch warum? Und warum auf diese nicht einleuchtende Weise, mit so vielen Spuren.

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