Polizeikrimi

Vaterland (Robert Harris)

Vaterland - Robert Harris

Was wäre, wenn… Deutschland den 2. Weltkrieg gewonnen und Hitler nicht nur überlebt, sondern auch noch an der Macht wäre?

Robert Harris spielt dieses Szenario in seinem Roman “Vaterland” durch.

Faszinierend an diesem Buch ist die Tatsache, dass ganz wesentliche Voraussetzungen (zum Glück) erfunden sind: Deutschland hat nicht gewonnen, Hitler hat nicht überlebt, die Nazis sind nicht mehr an der Macht.

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Das Flüstern des Dämons (Kerstin Sjöberg)

Das Flüstern des Dämons - Kerstin SjöbergDas ist er nun also, der erste vollwertige Roman von Kerstin Sjöberg. Ja, wie sagt man dem eigentlich, dem Gegenteil einer Kurzgeschichte? Eine abenfüllende Langgeschichte? Jedenfalls ist mir nicht bekannt, warum Sjöberg erst die drei Kurz-Krimis brachte und dann erst diesen Roman. Ich vermute aber mal, dass sie sich als Newcomerin im schriftstellerischen Bereich erstmal langsam rantasten wollte an den grossen Roman.

Mich persönlich haben die Kurzgeschichten ja nicht so richtig packen können. Und das gilt umso mehr leider auch für den vorliegenden Roman “Das Flüstern des Dämons“.

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Kainsmail (Marcus Hünnebeck)

Kainsmal_Marcus HünnebeckMan liest die ersten paar Zeilen. Peng. Schon ist man mittendrin. Typisch Hünnebeck. Schnörkellos und auf den Punkt schreibt er die Geschichte temporeich, ohne in langatmigen Details zu versinken.

Im Wesentlichen handelt ‘Kainsmal’ davon, dass Polizisten auf spezielle Art umgebracht werden. Jeder der Morde scheint eine 1:1-Kopie von früheren Prostituiertenorden zu sein, an denen Kommissarin Katharina Rosenberg mit dem früheren Profiler Chris Moll gearbeitet hat.

Bald wird klar: Chris und Katharina sind die nächsten Opfer auf der Liste des Mörders. Doch die Polizei tappt im Dunkeln, verdächtigt die falschen Personen und lässt sich ausserdem ausgerechnet in dem Moment austricksen, wo es ums Ganze geht. Wenn Rosenberg dann endlich das entscheidende Lichtlein aufgeht, scheint es eigentlich schon zu spät zu sein.

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Mitgift (Kirsten Wendt)

Mitgift - Kirsten WendtHinweis: Der Roman “Mitgift” von Kirsten Wendt ist der dritte Band in einer vierteiligen Serie. Man sollte die Romane dieser Serie in der richtigen Reihenfolge lesen. Hier geht’s zum ersten Band.

Nun ist sie also zu Ende, die kleine Reihe um ein paar fiktive Kommissare der Leipziger Polizei. Vorläufig zumindest, denn am Ende des Buches gibt es zumindest Hinweise darauf, dass weitere Folgen nicht ausgeschlossen sind. Wäre auch schade, nachdem die vier Hauptcharaktere so liebevoll eingeführt wurden. Doch jetzt geht’s erst Mal um den vierten und somit letzten Roman zur Mordkommission Leipzig. Der ist in verschiedener Hinsicht erwähnenswert: Es ist die einzige Geschichte der Serie, die eine Frau geschrieben hat (und auch eine Frau als Hauptcharakter hat). Es ist zudem der erste Ermittlerkrimi von Autorin Kirsten Wendt geschrieben hat, wie sie im Nachwort verrät.

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Solothurn trägt Schwarz (Christof Gasser)

Solothurn trägt SchwarzHinweis: Dies ist Band 1 der sogenannten Solothurn-Krimis von Christof Gasser. Es empfiehlt sich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Es wäre sinnvoll gewesen, die beiden bisherigen Solothurn-Krimis von Gasser in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Erstens geschieht im vorliegenden Buch die Einführung der Personen rund um den Kripo-Leiter Dornach angenehm, während im zweiten Band weitgehend davon ausgegangen wird, dass man die Jungs und Mädels kennt. Der Hauptgrund ist jedoch die Spannung. Wenn man schon weiss, dass Cranach, Pia, Manuela oder Maya am Leben bleiben, geht einige Spannung völlig unnötig flöten. Zumal man bei Gasser keinesfalls sicher sein kann, dass am Ende sowieso alle irgendwie davon kommen.

Spannung ist übrigens ein gutes Stichwort, wenn man “Solothurn trägt Schwarz” beschreiben will. Unglaublich, was Gasser mit seinem (angeblichen) Erstwerk schaffte. Eine wahnsinnig vielschichtige und trotzdem noch verständliche Geschichte, viel Dramatik, auch einiges an expliziter Brutalität, die einen da und dort leer schlucken lässt. Aber genau diese geschilderte unzensierte Gewaltdarstellung schafft die richtige Stimmung, um mit der Frau mitfühlen und verstehen zu können, die die Vergewaltiger, Mörder und Folterer ihrer Mutter einen um den anderen auf kaltblütige Art liquidiert.

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