Polizeikrimi

Kainsmail (Marcus Hünnebeck)

Kainsmal_Marcus HünnebeckMan liest die ersten paar Zeilen. Peng. Schon ist man mittendrin. Typisch Hünnebeck. Schnörkellos und auf den Punkt schreibt er die Geschichte temporeich, ohne in langatmigen Details zu versinken.

Im Wesentlichen handelt ‘Kainsmal’ davon, dass Polizisten auf spezielle Art umgebracht werden. Jeder der Morde scheint eine 1:1-Kopie von früheren Prostituiertenorden zu sein, an denen Kommissarin Katharina Rosenberg mit dem früheren Profiler Chris Moll gearbeitet hat.

Bald wird klar: Chris und Katharina sind die nächsten Opfer auf der Liste des Mörders. Doch die Polizei tappt im Dunkeln, verdächtigt die falschen Personen und lässt sich ausserdem ausgerechnet in dem Moment austricksen, wo es ums Ganze geht. Wenn Rosenberg dann endlich das entscheidende Lichtlein aufgeht, scheint es eigentlich schon zu spät zu sein.

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Mitgift (Kirsten Wendt)

Mitgift - Kirsten WendtHinweis: Der Roman “Mitgift” von Kirsten Wendt ist der dritte Band in einer vierteiligen Serie. Man sollte die Romane dieser Serie in der richtigen Reihenfolge lesen. Hier geht’s zum ersten Band.

Nun ist sie also zu Ende, die kleine Reihe um ein paar fiktive Kommissare der Leipziger Polizei. Vorläufig zumindest, denn am Ende des Buches gibt es zumindest Hinweise darauf, dass weitere Folgen nicht ausgeschlossen sind. Wäre auch schade, nachdem die vier Hauptcharaktere so liebevoll eingeführt wurden. Doch jetzt geht’s erst Mal um den vierten und somit letzten Roman zur Mordkommission Leipzig. Der ist in verschiedener Hinsicht erwähnenswert: Es ist die einzige Geschichte der Serie, die eine Frau geschrieben hat (und auch eine Frau als Hauptcharakter hat). Es ist zudem der erste Ermittlerkrimi von Autorin Kirsten Wendt geschrieben hat, wie sie im Nachwort verrät.

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Solothurn trägt Schwarz (Christof Gasser)

Solothurn trägt SchwarzHinweis: Dies ist Band 1 der sogenannten Solothurn-Krimis von Christof Gasser. Es empfiehlt sich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Es wäre sinnvoll gewesen, die beiden bisherigen Solothurn-Krimis von Gasser in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Erstens geschieht im vorliegenden Buch die Einführung der Personen rund um den Kripo-Leiter Dornach angenehm, während im zweiten Band weitgehend davon ausgegangen wird, dass man die Jungs und Mädels kennt. Der Hauptgrund ist jedoch die Spannung. Wenn man schon weiss, dass Cranach, Pia, Manuela oder Maya am Leben bleiben, geht einige Spannung völlig unnötig flöten. Zumal man bei Gasser keinesfalls sicher sein kann, dass am Ende sowieso alle irgendwie davon kommen.

Spannung ist übrigens ein gutes Stichwort, wenn man “Solothurn trägt Schwarz” beschreiben will. Unglaublich, was Gasser mit seinem (angeblichen) Erstwerk schaffte. Eine wahnsinnig vielschichtige und trotzdem noch verständliche Geschichte, viel Dramatik, auch einiges an expliziter Brutalität, die einen da und dort leer schlucken lässt. Aber genau diese geschilderte unzensierte Gewaltdarstellung schafft die richtige Stimmung, um mit der Frau mitfühlen und verstehen zu können, die die Vergewaltiger, Mörder und Folterer ihrer Mutter einen um den anderen auf kaltblütige Art liquidiert.

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Die Rache des Stalkers (Marcus Hünnebeck)

Die Rache des StalkersHinweis: Dieser Roman hiess in der ursprünglichen Originalfassung “Im Visier des Stalkers”

Die Hauptperson in diesem Hünnebeck-Roman spielt die Kriminalkommissarin Anja Hübner, die gerade mit ihrem Freund Frank Schluss macht. Der kriegt das irgendwie in den falschen Hals und fühlt sich in seiner Ehre verletzt. Deshalb stellt er ihr nach, steigert sich in seiner Enttäuschung und Wut und wird schliesslich zu dem, was man gemeinhin Psychopathen nennt.

Aber darum geht’s eigentlich nur nebenbei, auch wenn dieses Nebenbei ziemlich viel Raum und Bedeutung hat für den Roman. Der Hauptstrang handelt davon, dass die Polizei – allen voran Hübner – einen Sexual-Mörder zu finden hat. Ein Verdächtiger wird bald unschädlich gemacht, doch just dann geschieht das nächste brutale Verbrechen. Es gibt also mindestens einen zweiten Täter.

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Böses Geheimnis (B.C. Schiller)

Böses Geheimnis“Böses Geheimnis” kommt aus der Feder von Barbara und Christian Schiller, die unter dem Namen B.C. Schiller schon etliche E-Book-Bestseller lieferten. Sie gehören zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Selfpublishing-Autoren und haben sich ganz dem Genre Thriller verschrieben.

Der vorliegende Roman bildet (vermutlich) den Auftakt zu einer neuen Reihe mit dem Ermittler Levi Kant und (ebenfalls vermutlich) Olivia Hofmann. Letztere ist Psychiaterin, setzt sich durch Aussagen eines ihrer Patienten mit einem alten, ungelösten Mordfall auseinander und lernt so Levi Kant kennen. Der wiederum war damals beim besagten Mord von der 14jährigen Lisa Manz der leitende Ermittler. Der Fall konnte nie gelöst werden und gilt seither als sogenannter “Cold Case”, ein kalter Fall. Kant ist in der Zwischenzeit nicht mehr im aktiven Polizeidienst. Seit einer Schussverletzung, die er knapp überlebte, ist er als Polizeiausbildner tätig.

Der Patient, der Olivia durch die seltsame Äusserung, Lisa sei zurück gekommen, und ein geheimnisvolles Foto auf den ‘cold case’ aufmerksam macht, stirbt kurz darauf. Die Polizei tippt auf Selbstmord, Olivia ist überzeugt, dass es ein Mord war. Sie gewinnt das Vertrauen (oder zumindest die Neugier) von Levi Kant. Gemeinsam ermitteln die beiden in inoffizieller Mission. Dabei geraten sie immer tiefer in psychische Abgründe.

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