Politik

Die Halidon-Verfolgung (Robert Ludlum)

Nach den letzten paar Büchern gibt’s mit der “Halidon-Verfolgung” wieder mal schwerere Kost. Ludlum ist für meinen Geschmack sicherlich anspruchsvoller als etliche Autoren, von denen ich gerade gelesen habe.  Das liegt zum Teil am doch schon etwas älteren Schreibstil – längere Sätze, mehr Verschachtelung. Und am deutlich komplexeren Plot, der mal besser, mal schlechter wirkt.

Der Vorsitzende der dubiosen Dunston Limited, Julian Warfield, will den Landvermesser Alexander McAuliff engagieren. Er soll auf Jamaika eine grosse Fläche Land geophysikalisch vermessen und dafür die statte Summe von zwei Millionen Dollar erhalten. Man erinnere sich, als dieser Roman geschrieben wurde, war die Million noch mehr Wert als heute.

Dunston Ltd will in dem Gebiet eine ganze Stadt bauen – sagt Warfield zumindest. Tatsächlich steht aber die Übernahme von ganz Jamaika auf dem Plan. Das wollen verschiedene Akteure verhindern, allen voran (jedenfalls zu Beginn) der englische Geheimdienst, der deswegen McAuliff zwingt überredet, mit ihm zusammen zu arbeiten. Doch bald taucht der geheimnisvolle Begriff Halidon auf. Wer oder was versteckt sich dahinter? Ist es ein geheimes Konsortium, das als Konkurrenz für die kriminelle Dunstone Ltd fungiert? Ist es eine jamaikanische Organisation, die im Geheimen operiert? Viele kennen scheinbar den Begriff, aber für jeden ist er mit Geheimnissen verknüpft.

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In letzter Minute (David Baldacci)

Hinweis: “In letzter Minute” ist der sechste Band in der Reihe um “King & Maxwell”. Es empfiehlt sich, diese Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Hier geht es zum ersten Band. 

In Afghanistan wird ein geheimer Transporter überfallen und die stattliche Summe von einer Milliarde Euro in Bargeld entwendet. Der Soldat, der für den Transport verantwortlich war, wird des Diebstahls beschuldigt und ausserdem von denen gejagt, die ihm die Kohle abgeluchst haben. Auf sich alleine gestellt versucht er aus dem Gebiet zu entkommen, in dem tausende Menschen sind, die Amerikaner hassen. Er hat keine Ahnung, wer seine Mission verraten hat, wer ihn ausgeraubt hat und wie er je wieder seinen Sohn Tyler sehen kann.

Der hat derweil Besuch von der Army erhalten. Sein Vater sei in Afghanistan gefallen. Doch Tyler glaubt das nicht, weil er nach dem angeblichen Todesdatum noch eine Mail von seinem Dad erhalten hat. Er engagiert Sean King und Michelle Maxwell, um die Wahrheit herauszufinden. Aber die beissen dabei überall auf Granit und geraten selber ins Visier von kaltblütigen Killern.

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Das Genessee-Komplott (Robert Ludlum)

Meine Güte, ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal so lange an einem Roman hatte. Nicht, weil er besonders umfangreich wäre. Das Genessee-Komplott ist zwar kein Heftroman, besitzt aber auch keine epischen Dimensionen. Nein, der Grund ist anderswo zu suchen und ich überlege gerade, welche Worte am besten zutreffen, um die Situation zu beschreiben. Schwerfällig vielleicht, ja, das kommt der Sache nahe.

Die Idee hinter dem Plot ist an sich schon ziemlich komplex. Es geht um die Vermischung von Politik und Wirtschaft, an sich ein Thema, das nicht nur in den Sechzigern und Siebzigern der USA aktuell (und problematisch) war, sondern auch heute noch in Europa und anderswo zum Alltag gehört. Und in der Ausgabe, die ich las, hat Robert Ludlum auch ein längeres Vorwort geschrieben, was ihn damals zu diesem Roman bewegte.

Manchmal meine ich aber, dass es gerade für einen Roman durchaus angebracht wäre, die Dinge etwas einfacher darzustellen, als sie tatsächlich sind. Nicht selten war ich mir nicht sicher, ob

a) ich etwas überlesen hatte
b) ich zu dumm bin
c) Ludlum etwas patzte

Wie gesagt, die Idee für die Geschichte ist spannend und vielversprechend. Die Umsetzung ist für meinen Geschmack jedoch überhaupt nicht gelungen. Viel zu viele Personen, Namen und Funktionen. Viel zu viel Rahmengeschichte, die nicht wirklich nötig wäre. Viel zu viel “Unglaubliches”, das passiert, den Leser etwas ratlos zurücklässt, unrealistisch erscheint oder schlicht naiv ist.

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Der Auftrag (David Baldacci)

Dies ist der fünfte Band aus der Camel Club-Reihe um Oliver Stone. Es empfiehlt sich, die Camel Club-Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Die Reihe beginnt mit “Die Wächter“. 


Was für eine Wendung. Vom knorrigen Anführer einer Rentner-Möchtegern-Detektiv-Gruppe namens Camel Club wird Oliver Stone zum offiziell ernannten Ermittler im Auftrag der Regierung. Sein Job ist die Aufklärung einer Bombenexplosion im Lafayette-Park gegenüber dem Weissen Haus, der er selber fast zum Opfer gefallen wäre, und der heftiger Beschuss folgte.

Ausser ihm waren vier weitere Personen im Park: Ein Jogger, der plötzlich verschwand. Ein Rapper, der offensichtlich eine Waffe trug. Ein Anzugträger mit Aktentasche, der ein Denkmal studierte. Und eine Frau, die auf einer Bank sass und telefonierte.

Warum explodiert eine Bombe in einem fast leeren Park? Und warum wird der Park anschliessend mit zahlreichen Salven beschossen, getroffen wird aber niemand? Und warum ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als der britische Premierminister das Weisse Haus besucht? Hätte er das Ziel sein sollen?

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Die Wächter (David Baldacci)

1. Band aus der Camel Club-Reihe um Oliver Stone. Es empfiehlt sich, die Camel Club-Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Der Camel Club trifft sich im Geheimen zu einer nächtlichen Sitzung. Mit dem Boot erreichen sie den nachts geschlossenen Park. Da beobachten Sie zwei Männer, die eine Leiche deponieren. Der Camel Club verschwendet nicht viel Zeit und verschwindet, nachdem sie die Leiche kurz überprüften. Doch die mutmasslichen Mörder kommen nochmals zurück und entdecken, dass sie beobachtet wurden. Nur mit Mühe entkommen die vier Camel Club-Mitglieder den Tätern, die sie unter Beschuss nehmen.

Der Tote wird am nächsten Tag entdeckt und es stellt sich rasch der Verdacht, dass es sich um einen Selbstmord handelt. Alles deutet zumindest darauf hin. Der Camel Club weiss natürlich, dass das Humbug ist, kann aber nicht zur Polizei, weil sie dadurch zu Hauptverdächtigen würden und ihre Anwesenheit nicht plausibel erklären könnten. Ausserdem ahnen die vier bald, dass sich mehr dahinter versteckt.

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