Militär

Die Wahrheit (David Baldacci)

Rufus Harms sitzt im Gefängnis, weil er als Militärangehöriger einen Mord an einem Mädchen beging. Nach vielen, vielen Jahren Leiden im Knast gelangt er an Beweise, die seine Unschuld beweisen oder zumindest die Frage aufwerfen, ob er zu Recht weggesperrt wurde. Doch eine Person nach der anderen, die mit diesen Beweisen in Berührung kommt, stirbt eines gewaltsamen Todes, so dass Harms‘ Hoffnungen stets kleiner werden.

Es beginnt mit Michael Fiske, einem Assessor des obersten Gerichtshofs, der entgegen aller Vorschriften die Petition von Harms an sich nimmt und auf eigene Faust recherchiert. Dabei besucht er auch den Gefangenen selbst. Noch auf der Heimfahrt vom Gefängnis wird er ermordet.

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Die Gejagten – 18. Reacher-Band (Lee Child)

Endlich: Jack Reacher trifft Susan Turner, die Frau, die er seit seinem ersten Telefongespräch in „61 Stunden“ nicht mehr aus dem Kopf bringt. Ganze drei Romane sind ihm dazwischen gekommen, ehe er endlich in Virginia eintrifft… und gleich verhaftet wird. Er soll einen Typen krankenhausreif geschlagen haben. Und der starb wenige Tage später an den Folgen der Verletzungen. Doch das liegt sechzehn Jahre zurück, was soll das?

Susan Turner wurde ihres Amtes enthoben und steckt im Knast. Und da landet Jack auch bald, weil er eines Mordversuchs verdächtigt wird am Anwalt von Turner. Und, als wäre das alles nicht schon genug, hat Reacher noch eine Vaterschaftsklage am Hals.

Auf sehr trickreiche und riskante Art flüchtet er jedoch wieder aus dem Gefängnis und nimmt Susan Turner mit. Gemeinsam sind sie nun auf der Flucht, vorerst auf Distanz, später – logo – sozusagen ein Paar. Aber das ist nur Nebensache. Die Hauptsache entwickelt sich nach und nach, in einer Art, die man anfangs kaum erahnen kann und einen beim Lesen gnadenlos sagen lässt: „Ein Kapitel noch, dann schlafe ich.“ Immer wieder.

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Zeit der Rache – 4. Reacher-Band (Lee Child)

Wieder mal ein Beispiel für schlecht übersetzte Originaltitel. Der vierte Jack Reacher-Roman heisst im englischsprachigen Original „The Visitor“, was ziemlich gut zu der etwas unheimlich anmutenden Geschichte um den geheimnisvollen Mörder mehrer Frauen passt, der einen bizarr anmutenden Tatort ohne jegliche verwertbare Spuren hinterlässt. Der deutsche Titel „Zeit der Rache“ passt nur teilweise. Nämlich bis fast zum Ende der Geschichte, dann wird klar, dass er eigentlich nicht passt und nur mit zur Verwirrung unter der Leserschaft dient.

Aber wer Jack Reacher-Romane liest, lässt sich sicherlich nicht von seltsam gewählten Titeln stören. Also wundert er sich stattdessen viel mehr über andere Punkte:

Die Geschichte fängt gleich damit an, dass der Leser oder die Leserin in die Rolle des Mörders schlüpft. Der Leser wird mit „du“ angesprochen und es werden Hypothesen, Überlegungen und Ideen durch besprochen. Was wäre, wenn du der Mörder wärst und dies oder jenes erreichen willst.

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Zero Day (David Baldacci)

Der Militärpolizist John Puller wird auf einen mysteriösen Fall angesetzt: Die ganze Familie eines Armeeangehörigen wurde massakriert und niemand hat auch nur eine Ahnung, worum’s geht. Dabei wohnte die Familie nicht mal in diesem verschlafenen Ort.

Puller arbeitet mit der lokalen Polizeichefin Samantha Cole zusammen und merkt bald, dass am eigenen Leib, dass hier eine grössere Geschichte am Laufen ist.

Die Geschichte ist (so weit ich mich erinnern kann – es ist schon eine Weile her, seit ich fertig wurde mit Lesen) vollständig aus der Sicht von Puller geschrieben, keine Parallelstränge oder Rückblenden (ausser in Träumen). Das bringt Tempo in die Story und lässt sich ohne grosse Kopfarbeit lesen.

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Am Limit (David Baldacci)

John Puller ist die Hauptfigur in diesem Roman. Leider habe ich erst beim Lesen und Recherchieren herausgefunden, dass es sich um den zweiten Puller-Roman handelt. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich sicher nicht erst den zweiten und erst später den ersten Band gelesen. Aber sei’s drum, im Nachhinein kann ich beruhigen: Es spielt keine so grosse Rolle. Es wird in der Geschichte zwar da und dort auf den ersten Teil verwiesen, jedoch ohne dass man da Bescheid wissen müsste, um den Handlungsstrang zu verstehen. Ich wundere (bzw. ärgere) mich einfach einmal mehr, das solche Tatsachen nicht eindeutig vermerkt werden, z.B. auf der Titelseite. „John Pullers zweiter Fall“ oder so ähnlich würde nicht stören, aber mächtig helfen.

Puller hat eigentlich Urlaub, will wegen einem merkwürdigen Schreiben seiner Tante eben diese besuchen und stellt vor Ort fest, dass sie offenbar gestorben ist. Während die Polizei von einem natürlichen Tod ausgeht, ist sich Puller je länger je weniger sicher, dass das stimmt. Er nimmt auf eigene Faust Ermittlungen vor und kommt – langsam, langsam – dem Rätsel auf die Spur.

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