Krimi

Der Einzelgänger – Jack Reacher-Geschichten (Lee Child)

Der Einzelgänger - Lee Child

Dies ist ein typisches Reacher-Buch, ohne ein typisches Reacher-Buch zu sein.

Für einmal erzählt uns Lee Child nämlich nicht eine Reacher-Story, sondern gleich deren zwölf. Alle in einem Buch verpackt.

Richtig geraten, das müssen logischerweise Kurzgeschichten sein. Und sie handeln aus völlig verschiedenen Epochen des Lebens von Jack Reacher.

Angefangen in seiner Zeit als Kind und Jugendlicher, als sein Vater, der in der Armee diente, alle paar Monate versetzt wurde und deshalb immer neue Abenteuer auf Jack und seinen Bruder Joe warteten, bis zum erwachsenen Reacher, der in den rund zwanzig bisher erschienenen Bücher bekannt wurde.

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Blut und Zorn (Marcus Hünnebeck)

Blut und Zorn - Marcus HünnebeckDas Hünnebeck-Universum hat eine weitere Episode erhalten: Blut und Zorn ist ein Krimi mit dem bewährten Ermittler-Duo Robert Drosten und Lukas Sommer in den Hauptrollen. Auch wenn Katharina Rosenberg und Viola Leupel darin vorkommen, gibt es keinen weiteren Bezug zu früheren Geschichten.

Wie schon so oft geht es um einen Mord, dann um einen zweiten. Dann werden Zusammenhänge entdeckt, die den Schluss nahelegen, dass es sich um einen Serientäter handeln könnte. Dann geschieht Mord Nummer drei, die Serienmörder-These ist bestätigt. Und dann, ja, dann tritt so was wie das Hünnebeck-Rezept in Kraft. 🙂

Gekonnt führt der erfolgreiche Krimi-Autor ab da nämlich die Leserschaft in die Irre. Bald scheint klar, wer der Mörder ist (zumindest dem Leser, den Ermittlern noch nicht). Doch je mehr Hünnebecks man schon gelesen hat, desto klarer ist einem, dass man da nur wieder dem Autoren auf den Leim gehen sollte. Oder ist ist das jetzt so ein Doppeltrick, bei dem der Autor einen Köder auswirft, den mal rasch als solchen zu erkennen scheint, der dann aber gar keiner ist?

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In jedem Fall Moll (Marcus Hünnebeck)

In jedem Fall Moll - Marcus HünnebeckIn “Kainsmal” dreht sich einiges um Christian Moll, den Kriminalpsychologen. Das Buch “In jedem Fall Moll” ist dem Kainsmal-Roman vorgelagert. Es liefert im Prinzip das, worauf Kainsmal aufbaut, dort aber nicht erzählt wird.

Es handelt sich beim vorliegenden Buch um vier Kurzgeschichten, die in sich abgeschlossen sind. Vier Mordfälle, bei denen Chris Moll als Profiler hinzugezogen wird und letztlich den manchmal glücklichen, aber immer entscheidenden Hinweis gibt.

Von Kurzgeschichten darf man sich natürlich nicht zu viel Tiefgang erhoffen. Und der wird auch nicht geliefert. Dafür aber ordentlich Spannung. Der Profiler und Roman-Namensgeber Chris Moll spielt dabei eigentlich fast nur eine Nebenrolle.

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Der Schädelbrecher (Marcus Hünnebeck)

Lukas Sommer und Robert Drosten ermitteln wieder im Team. Diesmal sind sie einem Serienmörder auf der Spur, der seine Opfer mit einem Schädel erschlägt. In gewohnter Hünnebeck-Manier entwickelt sich ein Wettlauf zwischen dem Täter und den Ermittlern. Denn es wird immer konkreter, wer als nächstes auf dessen Liste stehten dürfte.

Der Schädelbrecher ist bereits der fünfte (!) Thriller von Hünnebeck in diesem Jahr. Damit gehört er zwar noch nicht zu den Fliessbandautoren, aber über dem weit verbreiteten Schnitt von einem bis zwei Bücher pro Jahr ist er locker. Leidet da die Qualität?

Meiner Meinung nach definitiv nein. Hünnebeck vertritt bekanntlich eher die Zunft der Autoren, die sich der einfacheren Sprache verschrieben haben. Das lässt schon mehr Output zu als, wenn man sich tagelang über schwülstige Sätze den Kopf zerbricht (wie das, so scheint es mir, andere Autoren tun).

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Der Wundennäher (Marcus Hünnebeck)

Der Wundennäher - Marcus HünnebeckIch habe dummerweise den Schädelbrecher, der eigentlich nach dem Wundennäher spielt (aber das ist egal), vorher gelesen. Deshalb wiederhole ich mich jetzt. Anders gesagt, ich werde mich im Beitrag über den Schädelbrecher wiederholen. Denn dessen Beitrag habe ich schon geschrieben, der erscheint eine Woche nach diesem hier.

Ich habe mich die letzten Monate zu einem Hünnebeck-Fan entwickelt. Seine Kritiker bemängeln den einfachen Schreibstil. Mir hingegen gefällt der, weil er unnötiges Geschnörkel und blumige Ausführungen auslässt. Aber die Grenzen zum Kiosk-Roman sind natürlich fliessend. Wer hochstehende Literatur will, kauft sich keinen Hünnebeck

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