Krimi

Tod auf der Fähre (Anne Gold)

Tod auf der Fähre - Anne GoldFrancesco Ferrari ist Kommissär bei der Polizei der Stadt Basel. Nur da gibt’s in der Schweiz noch polizeiliche Kommissäre. Und in Basel spielt auch die Geschichte, die sich die Autoren, die hinter dem Pseudonym Anne Gold stecken, ausgedacht haben. Auf der Rheinfähre wird frühmorgens ein Toter entdeckt, der sich als berühmter Künstler herausstellt. Mehr weiss der Leser nicht. Und die Polizei auch nicht.

Ferrari muss den Fall übernehmen und seine ohnehin geringe Motivation sinkt, sobald er erfährt, in welchen Kreisen der Künstler Brehm verkehrte. Reichtum und Macht strahlt von der alteingesessenen Basler-Pharma-Familie aus, die rasch ins Visier der Ermittlungen kommt. In dieser Welt zwischen Sein und Schein fühlt sich der liebenswerte und sympathische Kommissär nicht nur überhaupt nicht wohl, sondern auch nicht so richtig zurecht. Arroganz, Intrigen und Eifersucht – daraus lässt sich ein netter Motiv-Cocktail mixen. Doch Ferrari findet nur sehr spärlich Spuren, die scheinbar zum Ziel führen, um nur kurz danach festzustellen, dass doch alles anders ist.

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Die Rache des Stalkers (Marcus Hünnebeck)

Die Rache des StalkersHinweis: Dieser Roman hiess in der ursprünglichen Originalfassung “Im Visier des Stalkers”

Die Hauptperson in diesem Hünnebeck-Roman spielt die Kriminalkommissarin Anja Hübner, die gerade mit ihrem Freund Frank Schluss macht. Der kriegt das irgendwie in den falschen Hals und fühlt sich in seiner Ehre verletzt. Deshalb stellt er ihr nach, steigert sich in seiner Enttäuschung und Wut und wird schliesslich zu dem, was man gemeinhin Psychopathen nennt.

Aber darum geht’s eigentlich nur nebenbei, auch wenn dieses Nebenbei ziemlich viel Raum und Bedeutung hat für den Roman. Der Hauptstrang handelt davon, dass die Polizei – allen voran Hübner – einen Sexual-Mörder zu finden hat. Ein Verdächtiger wird bald unschädlich gemacht, doch just dann geschieht das nächste brutale Verbrechen. Es gibt also mindestens einen zweiten Täter.

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Wahre Lügen (Andreas Adlon)

Wahre Lügen - Andreas AdlonWie bitte? Eben noch im künstlichen Koma, dann heimlich aus dem Spital geflohen? Mein lieber Schwan, wer schon mal jemanden im künstlichen Schlafzustand gesehen hat, der weiss: Da haut man nach dem Erwachen nicht einfach mal eben ab. Da gibt’s erst eine Menge Arbeit mit dem Entfernen von Schläuchen, Infusionen und so Zeugs. Und auch dann ist mit Aufstehen meist längere Zeit nichts.

Das musste jetzt einfach mal gesagt sein. Aber jetzt der Reihe nach: Der zweite Adlon in Folge, die zweite Geschichte um die Polizisten Paul Schweigert und Lisbeth Eicken. Diesmal geht’s um das Thema Stalking. Julia Wilken meldet sich bei der Polizei, weil ihr Ex-Freund ihr nachstellt. Der wird aber kurz darauf ermordert, ohne dass das Stalking endet. Es geht nicht lange, da wird eine weitere Person brutal ermordert, die Julia kannte und sie heimlich begehrte.

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Blinde Rache (Leo Born)

Blinde Rache“Blinde Rache” von Leo Born spielt in Frankfurt. Es geschehen mehrere grausame Morde, bei denen die Opfer offensichtlich vorgängig gefoltert wurden. Die ersten Opfer kommen alle aus dem Milieu des organisierten Verbrechens. Darüber hinaus ist aber keine Gemeinsamkeit ersichtlich – ausser dass der Täter brutal vorging.

Die Hauptfigur in Leo Borns Roman, Mara Billinsky, ist neu bei der Frankfurter Polizei und wird mit der Klärung des ersten Mordes betraut. Aber ihr Vorgesetzter, der Mara von früher kennt, mag sie überhaupt nicht, ihre Kollegen genauso wenig. Und sie lassen sie das auch spüren. So konsequent, dass man sich als Leser wundert, warum der Autor die Frankfurter Mordkommission so schlecht hinstellt. Klar, die Mara ist offensichtlich ein seltsamer Vogel (und wird hinter ihrem Rücken auch Krähe genannt); läuft in schwarzen Klamotten rum, ist gepierct, eigenwillig und … merkwürdig hat.

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Solothurn streut Asche (Christof Gasser)

Solothurn streut AscheHinweis: Dies ist der zweite Band in der Reihe der sogenannten Solothurn-Krimis. Es empfiehlt sich, die Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Hier geht’s zum Band 1.

Schon wieder ist es mir passiert: “Solothurn streut Asche” ist der zweite Roman in dieser Reihe. Und einmal mehr fehlt der meines Erachtens dringend nötige Hinweis auf dem Cover des Buches. Ich versteh’ das echt nicht. Sind dahinter Marketing-Überlegungen? So berühmt ist Herr Gasser ja nicht, dass ohnehin jeder wüsste, welche Band grad der aktuellste ist. Irgendwann kann mir das vielleicht jemand erklären. Ich ärgere mich einfach zu oft.

Nun, zum Buch. Die Geschichte spielt – tatata – in Solothurn. Und die Hauptfiguren sind Kommissar Dornach und sein Team, die rätselhafte Morde im Umfeld einer ominösen katholischen Sekte zu lösen haben. Was anfangs völlig zusammenhanglos erscheint, verdichtet sich dabei immer mehr zu einer gewaltigen Sache, deren Hintergründe die Protagonisten (und auch die Leser) in die Abgründe religiösen Wahns führen. Die Personen und Ereignisse in diesem Buch sind fiktiv. Aber als Leser zweifelt man keine Sekunde daran, dass dies genau so irgendwann an mehreren Orten geschehen ist.

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