Komödie

Sally Strass (Fred Breinersdorfer)

Sally Strass - Fred BreinersdorferIch glaube, es gibt den Moment, in dem etwas derart doof ist, dass es schon fast wieder witzig ist. Viele Blödelfilme à la Nackte Kanone oder Hot Shots zeigen das. Und Sally Strass gehört in die gleiche Kategorie. Krimikomödie, als die der Autor das Buch bezeichnet, wird dem Inhalt nicht gerecht. Und das ist im negativen Sinne zu verstehen.

Das einzig positive an diesem Kurz-Roman sind die witzigen Ideen des Autors, die einen hier und da schmunzeln lassen über die absurden Dinge, die deswegen geschehen. Hat man sich erst mal dem Blödelniveau ergeben, wundert man sich nicht mehr darüber, dass die Privatdetektivin schon mal Margaritas in zweistelliger Anzahl trinkt, um mit Informanten ins Gespräch zu kommen oder dass ihr Hund zu sprechen scheint.

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Muhland: Im Abgrund lauert der Tod (A.F. Morland)

Muhland - A.F. MorlandNa, das war jetzt eine Überraschung. Ich hab’ mir den Roman gekauft, als er im Rahmen einer Aktion kostenlos zur Verfügung stand. Ich muss schon sagen, dieses Kindle-/Amazon-Ökosystem hat durchaus seinen Reiz. Dank diesen vielen kostenlosen oder sehr günstigen (0.99 Cents) Romanen wird man tatsächlich animiert, auch mal Autoren zu lesen, die man sonst wohl eher nicht beachten würde. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Blog-Beitrag.

Der vorliegende Roman hätte in einer Buchhandlung wohl allein wegen dem Cover keine grosse Beachtung verdient. Wer nämlich nicht grad an einer Studie über die hässlichsten Buch-Covers arbeitet, dessen Interesse dürfte durch “Muhland” kaum geweckt werden. Aber der Begriff “Heimat-Krimi”, die wenigen, aber positiven Bewertungen und der Preis von “zero” Euro haben mich dennoch dazu bewegt, das Buch zu kaufen. Wenn’s schlecht ist, gibt’s immerhin Stoff für einen Blogeintrag.

Und? Wie war’s jetzt?
Ehrlich gesagt, ich weiss es nicht so recht. Wer einfach mal anfängt zu lesen, der kriegt bald mal erste Schwierigkeiten. Fast Seite für Seite werden neue Personen eingeführt. Und das ist jetzt – wenn überhaupt – nur geringfügig übertrieben. Ich habe gerade einen Blick auf meine Notizliste geworfen: 30 Namen sind da drauf. Und das sind noch nicht ganz alle. Für ein Buch mit knapp 150 Seiten (umgerechnet) schon eine beachtliche Zahl. Logisch: Da erfährt man keine tiefgehenden Dinge über die Personen, der Autor beschränkt sich auf das Wesentlichste.

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Lauter Leichen (Zara Philips)

LauterLeichen_ZarahPhilipsWas ist “Lauter Leichen”? Ich würde mal vorsichtig sagen eine Kriminal-Komödie mit schwarzem Humor. Tiefschwarzem Humor. Und vielen Leichen. Und vielen Wechseln. Gerade wird ein Mädchen brutal verprügelt und wenige Sekunden später dieses Vorkommnis wieder von einer komischen Szene abgelöst zu werden. Eine Berg- und Talfahrt zwischen morbiden Akten und deren Folgen bis zu heiter-witzigen Komik-Szenen des Alltags. Dieses Buch lässt sich in kein Genre pressen.

Die Autorin hüpft in ihrer Erzählung nicht nur fröhlich von der ersten zur dritten Person, sondern auch von der Gegenwart im Jahre 2015 in die Vergangenheit und wieder zurück. Im Kern geht’s zwar letztlich immer wieder um die Hauptdarstellerin Elenor Gint und den Ermittler Hiob Watkowski, doch dazwischen tauchen aus heiterem Himmel etliche Figuren auf. Manche davon verschwinden dann wieder aus der Geschichte, die meisten bleiben länger Bestandteil derselben. Einige dieser Figuren sind lebend, die gefühlte Mehrheit aber spielt nur noch eine Rolle als Leiche. Dass man dabei zwischendurch Gefahr läuft, den Faden der Schreiberin zu verlieren, ist überhaupt nicht tragisch. Jedenfalls nicht annähernd so tragisch wie das Ende der vielen Leichen, deren Anzahl man irgendwann (ziemlich früh) unweigerlich zu zählen aufhört.

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Der Gandolfo-Anschlag (Robert Ludlum)

Der Gandolfo-Anschlag - Robert LudlumWär’s ein Film, würde man sowas wohl als Action-Komödie bezeichnen. Auf jeden Fall ist es kein typischer Ludlum, was wohl damals auch die Verleger dachten und den Roman unter Pseudonym veröffentlicht haben wollten. Darum hatten die ersten Leser einen Michael Shepherd Roman vor sich. Und so hiess dann auch die Firma, die von MacKenzie Hawkins gegründet wird. Deren Zweck soll es sein, die Entführung des Papstes zu finanzieren und die Lösegeldabwicklung zu bewerkstelligen.

Vierzig Millionen Dollar wurden dafür veranschlagt. Das Geld hat Hawk, wie MacKenzie genannt wird, allerdings nicht selber. Sondern er “besorgt” es sich zu je einem Viertel von unterschiedlichen Ganoven. Die konfrontiert er mit Wissen über ihre illegalen Machenschaften, die an die Öffentlichkeit gelangen, wenn sie nicht je 10 Millionen investieren würden. Dass die Firma gar nie wirklich gegründet wird, erfahren die Kriminellen, die panikartig ihr Geld locker machen, nicht. Den eigentlichen Geschäftszweck natürlich auch nicht.

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