Klamauk

Sally Strass (Fred Breinersdorfer)

Sally Strass - Fred BreinersdorferIch glaube, es gibt den Moment, in dem etwas derart doof ist, dass es schon fast wieder witzig ist. Viele Blödelfilme à la Nackte Kanone oder Hot Shots zeigen das. Und Sally Strass gehört in die gleiche Kategorie. Krimikomödie, als die der Autor das Buch bezeichnet, wird dem Inhalt nicht gerecht. Und das ist im negativen Sinne zu verstehen.

Das einzig positive an diesem Kurz-Roman sind die witzigen Ideen des Autors, die einen hier und da schmunzeln lassen über die absurden Dinge, die deswegen geschehen. Hat man sich erst mal dem Blödelniveau ergeben, wundert man sich nicht mehr darüber, dass die Privatdetektivin schon mal Margaritas in zweistelliger Anzahl trinkt, um mit Informanten ins Gespräch zu kommen oder dass ihr Hund zu sprechen scheint.

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Lauter Leichen (Zara Philips)

LauterLeichen_ZarahPhilipsWas ist “Lauter Leichen”? Ich würde mal vorsichtig sagen eine Kriminal-Komödie mit schwarzem Humor. Tiefschwarzem Humor. Und vielen Leichen. Und vielen Wechseln. Gerade wird ein Mädchen brutal verprügelt und wenige Sekunden später dieses Vorkommnis wieder von einer komischen Szene abgelöst zu werden. Eine Berg- und Talfahrt zwischen morbiden Akten und deren Folgen bis zu heiter-witzigen Komik-Szenen des Alltags. Dieses Buch lässt sich in kein Genre pressen.

Die Autorin hüpft in ihrer Erzählung nicht nur fröhlich von der ersten zur dritten Person, sondern auch von der Gegenwart im Jahre 2015 in die Vergangenheit und wieder zurück. Im Kern geht’s zwar letztlich immer wieder um die Hauptdarstellerin Elenor Gint und den Ermittler Hiob Watkowski, doch dazwischen tauchen aus heiterem Himmel etliche Figuren auf. Manche davon verschwinden dann wieder aus der Geschichte, die meisten bleiben länger Bestandteil derselben. Einige dieser Figuren sind lebend, die gefühlte Mehrheit aber spielt nur noch eine Rolle als Leiche. Dass man dabei zwischendurch Gefahr läuft, den Faden der Schreiberin zu verlieren, ist überhaupt nicht tragisch. Jedenfalls nicht annähernd so tragisch wie das Ende der vielen Leichen, deren Anzahl man irgendwann (ziemlich früh) unweigerlich zu zählen aufhört.

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