Hamburg

Lauter Leichen (Zara Philips)

LauterLeichen_ZarahPhilipsWas ist “Lauter Leichen”? Ich würde mal vorsichtig sagen eine Kriminal-Komödie mit schwarzem Humor. Tiefschwarzem Humor. Und vielen Leichen. Und vielen Wechseln. Gerade wird ein Mädchen brutal verprügelt und wenige Sekunden später dieses Vorkommnis wieder von einer komischen Szene abgelöst zu werden. Eine Berg- und Talfahrt zwischen morbiden Akten und deren Folgen bis zu heiter-witzigen Komik-Szenen des Alltags. Dieses Buch lässt sich in kein Genre pressen.

Die Autorin hüpft in ihrer Erzählung nicht nur fröhlich von der ersten zur dritten Person, sondern auch von der Gegenwart im Jahre 2015 in die Vergangenheit und wieder zurück. Im Kern geht’s zwar letztlich immer wieder um die Hauptdarstellerin Elenor Gint und den Ermittler Hiob Watkowski, doch dazwischen tauchen aus heiterem Himmel etliche Figuren auf. Manche davon verschwinden dann wieder aus der Geschichte, die meisten bleiben länger Bestandteil derselben. Einige dieser Figuren sind lebend, die gefühlte Mehrheit aber spielt nur noch eine Rolle als Leiche. Dass man dabei zwischendurch Gefahr läuft, den Faden der Schreiberin zu verlieren, ist überhaupt nicht tragisch. Jedenfalls nicht annähernd so tragisch wie das Ende der vielen Leichen, deren Anzahl man irgendwann (ziemlich früh) unweigerlich zu zählen aufhört.

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Die Heuschrecke (René Junge)

Hinweis: Dies ist Band 2 aus der Reihe um den Ex-Soldaten Simon Stark. Es empfiehlt sich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Hier geht’s zum ersten Band. 

“Die Heuschrecke” hat überhaupt nichts mit dem hüpfenden Tierchen zu tun. Es ist mehr ein Synonym für einen Immobilienhai, der wie eine Schar Heuschrecken über St. Pauli herfällt. Wenn ich’s richtig in Erinnerung habe, wird darauf auch nur zwei oder drei Mal Bezug genommen. Der Titel ist also mehr willkürlich.

Die Geschichte aus Band 1 wird fast nahtlos weiter erzählt. Simon Stark, der Ex-Soldat, der im ersten Band im Kampf gegen den wahnsinnigen Neo-Nazi Viktor Brack ordentlich einstecken musste, hat wegen den Verletzungen aus dem ersten Abenteuer beide Beine verloren. Seither rackert er sich mit Prothesen ab. Das gibt ein doch sehr ungewohntes Bild eines Helden. Endlich mal was anderes, etwas Mutiges. Wie oft gab es denn schon Helden mit körperlichen Behinderungen?

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