Erpressung

Bis zum letzten Atemzug (David Baldacci)

Hinweis: Dies ist der vierte Band in der Reihe um „King & Maxwell“. Es empfiehlt sich, diese Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Hier geht es zum ersten Band. 

Beruhigenderweise hat Baldacci nicht weiter nachgelassen nach dem für mich eher enttäuschenden letzten King & Maxwell-Band. Im Gegenteil, er hat mächtig aufgedreht. Natürlich, die Geschichte ist wieder heftig konstruiert und mit grosser Gleichgültigkeit gegenüber Realitätsnähe geschrieben. Aber hey, man kann ja Geschichtsbücher lesen, wenn man keine Fiktion mag.

Im Zentrum der Geschichte natürlich einmal mehr das Detektiv-Duo Sean King und Michelle Maxwell, letztere immer noch mit gewissem psychischen Ungleichgewicht, wenn auch nicht mehr so heftig wie im letzten Band. Diesmal werden die beiden von niemandem Geringeren als der First Lady angeheuert. Sie sollen deren entführte Nichte um jeden Preis wieder finden. Was sie – soviel darf man wohl verraten, ohne als Spielverderber durchzugehen – letztlich auch erfolgreich schaffen.

Das ist dann aber auch wirklich alles, was von Anfang an vorhersehbar war. Und das meine ich nicht nur in Bezug auf die Hauptgeschichte. Denn nebenbei stirbt völlig unvorhergesehen noch Michelles Mutter, deren Tod sich schon bald als Mord herausstellt und den Michelle mit Seans Hilfe auch noch zu lösen versucht. Knifflig, knifflig. Die Nichte der First Lady muss sich halt so lange gedulden.

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Will Robie: Falsche Wahrheit (David Baldacci)

Dies ist der vierte Band aus der Reihe um Will Robie. Es empfiehlt sich dringend, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen! Die Reihe beginnt mit „Der Killer„.

Will Robie gilt als bester CIA-Mann für die Art von Aufträge, die er normalerweise ausführt. Doch bei einem Auftrag geht etwas schief. Robie kann zwar nichts dafür, doch er erschiesst nicht nur sein Ziel, sondern auch noch ein kleines Mädchen. Seinen Folgeauftrag kann er nicht ausführen, weil er plötzlich Halluzinationen hat. Ein Ersatzteam kommt zum Einsatz.

Für Robie bricht eine Welt zusammen. Wenn er nicht mehr erfolgreich töten kann, ist seine Existenzbasis im Eimer. Er ahnt, dass er tief in seine Vergangenheit reisen muss, um seine innersten Gefühle und Unzulänglichkeiten zu beseitigen.

Er reist nach Mississippi, in das einsame Kaff, in dem er seine Kindheit verbrachte, um seinen Vater zu treffen, der gerade wegen Mordverdacht eingelocht wurde. Dort unten angekommen entwickeln sich Dinge, die die Fähigkeiten und vor allem die Ressourcen der örtlichen Polizei übersteigen. Robie findet sich urplötzlich mitten in Mordfällen, für die er keine Erklärung hat. Noch nicht.

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Wespennest – 15. Reacher-Band (Lee Child)

Reacher ist unterwegs nach Virginia. Er will die Stimme am Telefon, Susan Turner, die ihm beim letzten Fall weiter half, besuchen. Dabei landet er per Anhalter in einem Kaff in Nebraska. Ausser Maisfeldern scheint es hier nicht viel zu geben. Ausser einer Menge Ärger.

Reacher merkt schnell, dass etwas faul ist. Denn in der Motelbar trifft er einen Arzt, der gerade einen Notruf verweigern will. Er überredet ihn, trotz Trunkenheit, den Fall ernst zu nehmen und bringt ihn zur Patientin. Ein Opfer von häuslicher Gewalt. Reacher stellt den Täter und verprügelt ihn. Damit gerät der Stein ins Rollen. Die Bewohner wissen das, Reacher ist es egal. Doch als man ihn aus dem Motel schmeissen und von zwei Schlägertypen verprügeln lassen will, wird’s persönlich. Nicht gut, denn so etwas passt ihm überhaupt nicht.

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Sein wahres Gesicht – 3. Reacher-Band (Lee Child)

Der dritte Roman von Lee Child in der „Jack Reacher“-Serie. Und es ist auch der dritte Roman um den Ex-Militärpolizisten Jack Reacher, den ich in Folge lese. Es ist interessant, wie sich Childs Stil innerhalb von drei Büchern stark spürbar änderte. Erzählte er im ersten Roman „Grössenwahn“ noch einzig aus der Sicht der Hauptperson, kamen in „Ausgeliefert“ parallel verlaufende Handlungsstränge hinzu. Und im dritten Buch nun werden regelrechte Spannungsbögen von den Geschichten verschiedener Protagonisten hin und zurück geschlagen.

Das macht den dritten Roman deutlich abwechslungsreicher als noch den ersten. Allerdings täuscht das Tempo, mit dem der Leser von hier nach da und weiter nach dort geholt wird, nicht abschliessend darüber hinweg, dass sich einige Ungereimtheiten eingeschlichen haben, oder zumindest Handlungen und Entscheidungen, die man irgendwie nicht so richtig verstehen kann. Aber Scheiss drauf, es ist durchwegs spannend und genau das will man, wenn man einen Jack Reacher-Roman liest.

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Ausgeliefert – 2. Reacher-Band (Lee Child)

Mein Name ist Reacher. Jack Reacher. – Die Hauptperson aus Lee Childs „Reacher„-Serie stellt sich zwar nie so 007-mässig vor, könnte es aber durchaus. Die Parallelen zum britischen MI6-Agenten sind zahlreich. Aus jeder noch so verzwickten Situation findet der ehemalige Militärpolizist einen Ausweg, trifft mit Waffen aus unglaublichen Distanzen mit ebenso unglaublicher Sicherheit. Und wie bei den Bond-Geschichten leben die Romane um Jack Reacher mehr von der Action als von der Realitätsnähe und Glaubwürdigkeit. Die Handlungen sind zwar nicht ganz so sehr an den Haaren herbeigezogen wie das bei James Bond der Fall ist, aber der kritische Leser muss schon da und dort ein Auge zudrücken.

In „Ausgeliefert“, dem zweiten Reacher-Band, geht es um eine militante Gruppe in den Bergen Montanas, die ihre Unabhängigkeit ausrufen und sich von den USA abspalten wollen. Das hat eigentlich überhaupt nichts mit Jack Reacher zu tun und der Leser weiss davon lange Zeit auch nichts.

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