e-Book

Ich und der Kindle

Ich bin ein Gegner von proprietären Systemen. Wo immer ich es ohne grosse Komforteinbusse verhindern kann, gehe ich Systemen aus dem Weg, bei denen ich fix an einen Anbieter gebunden werde. Der Kindle von Amazon war deshalb seit jeher so ein Gerät, auf das ich dankend verzichtete. Ich kauf‘ doch keine Hardware, bei der ich nur noch von einem einzigen Anbieter Inhalt beziehen kann? Bin ich blöd, oder was?

Naja, seit Aufkommen des Kindles sind einige Jahre vergangen. Einiges hat sich seither verändert, auch an meiner Einstellung. Denn längst ist es nichts ungewöhnliches mehr, dass Hardware-Anbieter auch Content-Lieferanten sind. Und Amazon hat bewiesen, dass genug deutschsprachiger Inhalt vorhanden sein wird. So bin ich über meinen Schatten gesprungen und habe mir einen Kindle Paperwhite gekauft.

Allerdings wird das Lesegerät von Amazon meinen bisherigen E-Book-Reader von Tolino nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen. Denn ich will weiterhin ein kleines bisschen gegen die Expansionspolitik und Vormachtstellung von Amazon protestieren. Was immer im E-Book-Store meines Vertrauens in der Schweiz verfügbar ist, werde ich auch da kaufen – unabhängig vom Preis (so lange der nicht 200 und mehr Prozent abweicht). Wozu dann überhaupt einen Kindle?

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Darum kann ein E-Book teurer sein als ein Taschenbuch

Ich habe mich schon öfters gewundert, warum in (zum Glück) seltenen Fällen ein E-Book teurer ist als ein Taschenbuch des selben Romans. Vor gut einem Jahr habe ich das auch mal hier im Blog festgehalten und einfach mal auf gut Glück gefragt, ob mir das jemand erklären könne. Da hat sich niemand gemeldet, aber eine Erklärung habe ich mittlerweile trotzdem.

Aktuell ging es um den Roman „Der letzte Befehl“ von Lee Child. Auf Englisch ist der schon lange raus, die deutsche Übersetzung gibt’s seit Sommer 2017. Und die aktuelle Situation im Online-Shop von meinem bevorzugten e-Book-Lieferanten sieht wie folgt aus:

Wie man feststellt, ist das E-Book günstiger (nicht viel, aber immerhin) als die gebundene Ausgabe, jedoch deutlich teurer als das Taschenbuch. Sogar teurer als das Hörbuch, das vermutlich am aufwändigsten zu produzieren ist.

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E-Book teurer als Taschenbuch

Einen Roman zu schreiben, ist Arbeit. Auch wenn einem die Sätze nur so aus der „Feder sprudeln“, entsteht eine gute Geschichte nicht mal eben schnell an einem freien Nachmittag. Autoren sind darauf angewiesen, dass sie für ihre Arbeit entlöhnt werden. Dass Literatur also nicht kostenlos sein kann, steht ausser Diskussion. Auch wenn dem so wäre, wäre ich bereit, einen Obulus zu entrichten für jedes gelesene Buch.

Es steht, so meine ich, auch jedem Autor oder Verlag frei, die Preise für ihre Werke höher oder tiefer anzusetzen. Muss jeder Leser selber wissen, wie viel er bereit ist für einen neuen Dan Brown-Roman zu zahlen.

Es ist auch völlig verständlich, dass die Verlage erst gebundene (und damit teurere) Versionen rausgeben und das preiswertere Taschenbuch erst später folgt. Würd‘ ich vermutlich auch so machen. Und der Preisunterschied von Taschenbuch zu gebundener Ausgabe ist naheliegend, ist ein gebundenes Buch doch deutlich hochwertiger, hält länger und ist teurer in der Herstellung. Alles gut und recht.

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Auf den e-Book-Zug aufgesprungen

Weil eine Firma ihre Versprechen nicht einhalten konnte, habe ich eine Entschädigung von gut 200 Franken erhalten. Die habe ich jetzt teilweise in einen sogenannten „e-book reader“, also ein Lesegerät für elektronische Bücher, investiert.

Nachdem ich mich gestern Abend etwas mit den verschiedenen Geräten und vor allem Formaten (stöhn!) auseinandersetzte, kam ich zum Schluss: Der Kindle von Amazon mag das technisch gesehen vermutlich beste Gerät sein, ist aber nicht empfehlenswert. Einerseits weil da gerade eben eine unschöne Geschichte lief, andererseits (und vor allem) weil der Kindle primär auf das amazon-eigene Format setzt und das weitestverbreitete epub-Format nicht akzeptiert. Das liesse sich zwar einfach mittels Konvertierung lösen, aber dazu habe ich keine Lust.

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