Drogenschmuggel

Der Janusmann (7. Reacher-Band) – Lee Child

Oha, das geht ja mächtig los. Kaum hat man mit Lesen begonnen, wird Jack Reacher Zeuge einer Entführung, bei der zwei Leibwächter von Maschinenpistolen durchlöchert und anschliessend von einer Handgranate zerfetzt werden. Wenige Sekunden später erschiesst er die zwei Entführer, bringt ihren Wagen zum Stehen und den Entführten in Sicherheit. Versehentlich erschiesst er dabei noch einen Cop in Zivil, der zu Hilfe eilen will. Da wurde ich stutzig: Passt das zum Übermenschen Reacher? Versehentlich einen Cop erschiessen? Ich war fast ein bisschen enttäuscht.

Die Enttäuschung hält nicht lange an, denn der Leser erfährt wenige Seiten später, worum’s wirklich lief und was wirklich schief ging. Hut ab, da hat sich Lee Child eine nette Story ausgedacht.

„Der Janusmann“ gefällt. Zwar wechselt Child im Gegensatz zu den letzten paar Romanen wieder zur Erzählung in der ersten Person (wie im Erstling „Grössenwahn„). Das verunmöglicht zwar grundsätzlich, dass man die Geschichte aus mehreren Sichten vorantreiben kann, Lee Child hat das aber prima gelöst. Zum Einen ist die Geschichte genügend komplex und spannend, zum Anderen hat Child einen Weg gefunden, trotzdem zwei Geschichten gleichzeitig zu erzählen, die auch noch perfekt ineinander passen.

Weiterlesen