Codename November (Bill Granger)

Keine Ahnung, ob ich da von der Marketingabteilung meines Buchhändlers in die Irre geführt wurde oder mir einfach aufs Gratwohl eingebildet hatte, das hier wäre was Neues. Ist es nicht. „The November Man“, wie der Roman im Original heisst, erschien 1979. Der deutsche Titel ist etwas irreführend, würde man doch die wörtliche Übersetzung „Der November-Mann“ als angebracht erwarten. Und diesen Titel gibt’s auf Deutsch tatsächlich auch, er betitelt aber den sechsten Band (englischer Titel „There Are No Spies“). Würd‘ ich mal so salopp als sehr unglücklich bezeichnen.

Der Hauptteil der Geschichte spielt im Irland von damals (1979), also mit den ganzen Spannungen, Anschlägen der IRA, und so weiter. Will heissen: Man muss sich schon ein bisschen umstellen.

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Der Präsident (Sam Bourne)

Der Präsident _ Sam BourneEs ist vermutlich fast unmöglich, dieses Buch zu lesen ohne ständig Donald Trump vor Augen zu haben. Und natürlich sind die Gemeinsamkeiten mit dem amtierenden US-Präsidenten gewollt. Behaupte ich zumindest, denn anders ist es kaum vorstellbar. Und um dem Ganzen noch das Sahnehäubchen aufzusetzen, hat der deutsche Verleger beschlossen, ein Profil auf der Titelseite abzubilden, das wohl nahezu jeder als Donald Trump erkennt. Bei der Art, wie Donald Trump regiert, erstaunt es mich eigentlich, dass er den aktuellsten Roman von Sam Bourne nicht verbieten ließ. Aber vermutlich käme das nur einem Eingeständnis gleich: Jawohl, der Autor schildert konkret die Person Trump, deshalb geht das nicht.

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Will Robie: Im Auge des Todes (David Baldacci)

Dies ist der dritte Band aus der Reihe um Will Robie. Es empfiehlt sich dringend, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen! Die Reihe beginnt mit „Der Killer„.

CIA-Mann Robie und seine Partnerin Reel erhalten einen heiklen Auftrag. Der nordkoreanische Machthaber soll eliminiert werden. Dank Spionen vor Ort und geheimen Vorbereitungen zur Machtübernahme soll dieser einmalige Plan gelingen. Doch dann geht eines nach dem anderen schief.

Unglaublicher Plot, den sich Erfolgsautor Baldacci da ausgedacht hat. Doch obschon es in der Tat Elemente gibt, die wenig einleuchten oder weit hergeholt scheinen, so ist die Geschichte an sich nicht ganz so abwegig, wie es einem unbedarften Leser vielleicht scheint.
Baldacci webt mehrere Geschichten gekonnt ineinander und verleiht der Geschichte damit ein schönes Mass an Abwechslung. Mal begleitet man Reel und Robie, wie sie in der Burner Box, einem geheimen und gut bewachten Ausbildungszentrum, bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit geprüft werden. Dann wieder erlebt man die harten, aber auch weichen Seiten der nordkoreanischen Agentin Chung-Cha.