Anschlag

Söldner des Geldes (Peter Beck)

Peter Beck ist ein Schweizer Autor, von dem ich bislang nichts hörte. Damit ist er in bester Gesellschaft, denn ich meine generell, dass man zu wenig hört von Schweizer Schriftstellern. Bei meinem letzten Einkauf habe ich aber ein knappes Dutzend Bücher von CH-Autoren in den Warenkorb gepackt, und da war Beck eben auch dabei.
Sein Schreibstil, der manchmal fast telegrammähnlich daherkommt, ist gewöhnungsbedürftig. Für mich jedenfalls. Kurze Sätze mag ich. Wenn zwischen großen geographischen Hüpfern aber nur ein Satz liegt, finde ich das dann doch zu knapp.

Weniger sei mehr, sagt man. Bei Beck ist das manchmal des Guten zu viel. Immerhin muss man sich nicht durch absatzweise Umschreibungen quälen. Es geht zügig voran. Erstaunlich, dass Beck in diesem Stil trotzdem über 400 Seiten füllen konnte.

Mit wenigen Ausnahmen – die gerne etwas ausführlicher sein dürften – wird die Geschichte aus Sicht von Winter erzählt, so dass kaum zeitliche Sprünge gemacht werden.

Der knapp angebundene Schreibstil des Autors findet man auch in der Hauptfigur, Tom Winter, wieder. Eher wortkarg und mit vielen spontanen Gedanken ermittelt der zielstrebig.

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Der Auftrag (David Baldacci)

Dies ist der fünfte Band aus der Camel Club-Reihe um Oliver Stone. Es empfiehlt sich, die Camel Club-Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Die Reihe beginnt mit “Die Wächter“. 


Was für eine Wendung. Vom knorrigen Anführer einer Rentner-Möchtegern-Detektiv-Gruppe namens Camel Club wird Oliver Stone zum offiziell ernannten Ermittler im Auftrag der Regierung. Sein Job ist die Aufklärung einer Bombenexplosion im Lafayette-Park gegenüber dem Weissen Haus, der er selber fast zum Opfer gefallen wäre, und der heftiger Beschuss folgte.

Ausser ihm waren vier weitere Personen im Park: Ein Jogger, der plötzlich verschwand. Ein Rapper, der offensichtlich eine Waffe trug. Ein Anzugträger mit Aktentasche, der ein Denkmal studierte. Und eine Frau, die auf einer Bank sass und telefonierte.

Warum explodiert eine Bombe in einem fast leeren Park? Und warum wird der Park anschliessend mit zahlreichen Salven beschossen, getroffen wird aber niemand? Und warum ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als der britische Premierminister das Weisse Haus besucht? Hätte er das Ziel sein sollen?

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Projekt Goliath (Matthias Bürgel)

Wenn ich das richtig aufgeschnappt habe ist Matthias Bürgel von Beruf Polizist. Und neuerdings auch Romanautor. “Projekt Goliath” ist sein Erstlingswerk, auch wenn man das beim Lesen kaum zu glauben scheint. Denn die Geschichte ist so packend wie realistisch und gerade vielschichtig genug, dass es nicht eintönig wird und doch noch komplex genug.

Im Wesentlichen geht’s um Terroristen, die einen gerade erst entdeckten Ebola-Ableger, zu dem es noch keinen Impf- und Gegenwirkstoff gibt, dazu verwenden wollen, Westeuropa anzugreifen. Um überhaupt an den Erreger zu kommen, entführen sie die Tochter eines führenden Wissenschaftlers. Damit zwingen Sie ihn, ihm alle vorhandenen Erreger auszuhängigen.

Dass sich damit das Virus in den Händen der Terroristen befindet, ist ein Problem. Das grössere Problem ist allerdings, dass die Wissenschaftler gleichzeitig keine Version davon haben um ihre Impfmittelforschung zu betreiben. Damit sind sie einem allfälligen Angriff hilflos ausgeliefert.

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Outlaw – 12. Reacher-Band (Lee Child)

Es spricht grundsätzlich ja für sich, dass ich mit “Outlaw” tatsächlich den zwölften Jack Reacher-Roman in Folge gelesen habe. So etwas habe ich nicht mal mit Tom Clancy-Büchern gemacht, die ich vor einigen Jahren für unschlagbar hielt.

Die Reacher-Romane zeichnen sich durch viel Spannung aus, hier und da ziemlich viel Action und einem Typen, der mit James Bond verwandt sein könnte und fast alles im Alleingang schafft. Das war die Rezeptur der letzten elf Bände, das ist sie auch in “Outlaw”. Und doch ist “Outlaw” in meinen Augen etwas anders. Vielleicht der schlechteste Reacher bislang.

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Tödliche Absicht – 6. Reacher-Band (Lee Child)

Ein neuer Tag, ein neuer Jack Reacher-Roman. So ungefähr komme ich mir derzeit vor. Naja, täglich ist übertrieben, aber viel mehr als eine Woche verstreicht nicht zwischen den einzelnen Romanen.

Worum geht’s? Reacher kommt über eine ehemalige Freundin seines Bruders, eine Secret Service-Agentin namens M.E. Froelich, zu einem befristeten Job bei dem Dienst, der nebst dem Leben des Präsidenten auch jenes des Vizepräsidenten schützen muss. Vize Armstrong erhält zwar regelmässig Mord- und andere Drohungen, doch diesmal sehen sie anders aus, gelangen zum Teil auf unerklärliche Weise an den Service und lassen alle im Dunkeln tappen.

Das Dunkel bleibt ganz schön lang dunkel, denn anders als in den letzten zwei Reacher-Romanen lässt uns Lee Child diesmal die Geschichte wieder nur eindimensional erleben (von einer kurzen Einblendung zu Beginn abgesehen). Das macht sie irgendwie auch etwas anstrengender zu lesen. Denn an Handlung passiert eigentlich nicht viel. Und das, was passiert, ist doch etwas seltsam.

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