Der Kindle & ich: Einrichtung

Der Kindle ist idiotensicher. Fast. Nach dem erstmaligen Start wird man von der Spracheinstellung über die Verknüpfung mit einem bestehenden oder die Eröffnung eines neuen Accounts geführt. Auch die Erklärung der wichtigsten Elemente (Navigation, Einstellungen) werden einfach und verständlich erklärt.

Und schon bin ich im Shop und kann Bücher kaufen. Theoretisch. Denn praktisch sehe ich alle Links und Titel (ausser die Buchtitel) auf Englisch. Die Bücher weisen alle Preise in US-Dollar auf. Wie denn? Ich hab‘ doch bei der Sprache eindeutig Deutsch gewählt und mein bestehendes Amazon-Konto habe ich auf der DE-Domain eingerichtet. Wo liegt dann das Problem?

Sowas hasse ich, kann ich euch sagen. Ein wenig komplexes Gerät wie ein E-Book-Reader, der noch dazu allein auf Amazon aufbaut und in einem an sich geschlossenen „Kosmos“ läuft, muss einfach funktionieren. Auf Anhieb. Garantiert. Immer. Ich setze das Gerät nochmals auf Werkseinstellung zurück und mache das Spielchen erneut von ganz vorne. Inhalt kann ich ja noch keinen verlieren, also soll der Kindle diese zweite Chance kriegen.

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Ich und der Kindle

Ich bin ein Gegner von proprietären Systemen. Wo immer ich es ohne grosse Komforteinbusse verhindern kann, gehe ich Systemen aus dem Weg, bei denen ich fix an einen Anbieter gebunden werde. Der Kindle von Amazon war deshalb seit jeher so ein Gerät, auf das ich dankend verzichtete. Ich kauf‘ doch keine Hardware, bei der ich nur noch von einem einzigen Anbieter Inhalt beziehen kann? Bin ich blöd, oder was?

Naja, seit Aufkommen des Kindles sind einige Jahre vergangen. Einiges hat sich seither verändert, auch an meiner Einstellung. Denn längst ist es nichts ungewöhnliches mehr, dass Hardware-Anbieter auch Content-Lieferanten sind. Und Amazon hat bewiesen, dass genug deutschsprachiger Inhalt vorhanden sein wird. So bin ich über meinen Schatten gesprungen und habe mir einen Kindle Paperwhite gekauft.

Allerdings wird das Lesegerät von Amazon meinen bisherigen E-Book-Reader von Tolino nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen. Denn ich will weiterhin ein kleines bisschen gegen die Expansionspolitik und Vormachtstellung von Amazon protestieren. Was immer im E-Book-Store meines Vertrauens in der Schweiz verfügbar ist, werde ich auch da kaufen – unabhängig vom Preis (so lange der nicht 200 und mehr Prozent abweicht). Wozu dann überhaupt einen Kindle?

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Hüte dich vor dem Kindle

Amazon als wohl weltgrösster Buchhändler bietet seit Jahren den Kindle als E-Book-Reader an. Man müsste meinen, dass die damit den elektronischen Buchhandel längst revolutionieren und für sich entscheiden konnten. Doch wenn man von der Buchbranche hört, dass nach wie vor nur ein tiefer einstelliger Prozentsatz des Umsatzes auf die E-Books fällt, scheint dem nicht so zu sein.

Wenn man sich die Sache genauer anschaut, versteht man auch wieso. Der Kindle kann das am weitesten verbreitete Format EPUB nämlich nicht lesen und setzt stattdessen auf eine amazoneigene Dateierweiterung, mit der wiederum so ziemlich alle anderen Geräte Mühe bekunden.

Amazon nutzt seinen guten Namen dazu, den Kindle an die Kundschaft zu bringen. Wer einen Kindle hat, ist sozusagen gezwungen, alle E-Books auch bei Amazon zu kaufen. Es sei denn, man nimmt es in Kauf, jeweils mühsame Konvertierungen vorzunehmen.

Für mich absolut unverständlich, wie Amazon einen derart sturen eigenen Weg gehen will und dabei in Kauf nimmt, dass halt alle, die keinen Kindle haben, automatisch auch nicht bei Amazon kaufen. Eine wenigstens teilweise Öffnung des Datei-Formats auf beide Seiten würde Amazon in meinen Augen mehr nützen.

Bisher habe ich geschätzte 90% meiner (Papier-)Bücher bei Amazon gekauft. Mit meinem Sony E-Book-Reader wird dieses Volumen, abgesehen von dem einen oder anderen Papier-Buch, ab sofort auf gegen 0% sinken.

Das kann doch auch nicht das Ziel sein, oder Amazon?