Das tödliche Auge (Bill Granger)

Der vorliegende Roman (Originaltitel The Shattered Eye) ist eigentlich der dritte Roman aus der Reihe um den Agenten Devereux, auch November Man genannt. Aber den zweiten Band mit dem Titel Schism konnte ich nicht auf Deutsch finden. Wie auch immer, es scheint nicht zwingend, dass man Band 2 gelesen hat, die Geschichte ist auch so verständlich. Wobei, so ganz verständlich ist sie mir eben doch nicht, aber das liegt mehr am komplexen Plot, den sich Granger aus dem Finger gesogen hat, als an der Kontinuität.

Worum geht’s? Gute Frage. Man behalte sich im Hinterkopf, die Geschichte spielt anfangs 1980er Jahre, also mitten im Kalten Krieg. Die Russen planen, in absehbarer Zeit wesentliche Teile von Westeurope zu übernehmen. Das soll mit wenig Blutvergiessen und kaum kriegerischen Handlungen vonstatten gehen, wofür die Sowjets einen Plan ausgeheckt haben. Wenn man als Leser diesen Plan abschliessend verstehen will, muss man sich schon sehr konzentrieren (sofern es überhaupt möglich ist, mir ist’s nämlich nicht gelungen). Jedenfalls steht ein Attentat auf den französischen Präsidenten Francois Mitterand im Zentrum dieses Plans. Den Mord an Mitterand soll dann, so der Plan, den Amerikanern in die Schuhe geschoben werden, wofür auch alles vorbereitet ist. Dies wiederum soll die Banden zwischen den Franzosen und Amerikanern zunichte machen und Frankreich bei der geplanten Invasion isolieren von der NATO.

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Will Robie: Im Auge des Todes (David Baldacci)

Dies ist der dritte Band aus der Reihe um Will Robie. Es empfiehlt sich dringend, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen! Die Reihe beginnt mit „Der Killer„.

CIA-Mann Robie und seine Partnerin Reel erhalten einen heiklen Auftrag. Der nordkoreanische Machthaber soll eliminiert werden. Dank Spionen vor Ort und geheimen Vorbereitungen zur Machtübernahme soll dieser einmalige Plan gelingen. Doch dann geht eines nach dem anderen schief.

Unglaublicher Plot, den sich Erfolgsautor Baldacci da ausgedacht hat. Doch obschon es in der Tat Elemente gibt, die wenig einleuchten oder weit hergeholt scheinen, so ist die Geschichte an sich nicht ganz so abwegig, wie es einem unbedarften Leser vielleicht scheint.
Baldacci webt mehrere Geschichten gekonnt ineinander und verleiht der Geschichte damit ein schönes Mass an Abwechslung. Mal begleitet man Reel und Robie, wie sie in der Burner Box, einem geheimen und gut bewachten Ausbildungszentrum, bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit geprüft werden. Dann wieder erlebt man die harten, aber auch weichen Seiten der nordkoreanischen Agentin Chung-Cha.

Die kalte Legende (Robert Litrell)

Der Roman hat 2007 den deutschen Krimipreis in der Kategorie „Internationale Thriller“ erhalten und die KrimiWelt bezeichnete ihn als „Meisterwerk des Agententhrillers“. Das ist ziemlich vielversprechend. Und weil ein Falt auf der Coverseite vorhanden war, gab’s das Taschenbuch für nicht einmal fünf Euro. Zuschlagen, klar. Ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte handelt von einem ehemaligen CIA-Agenten, der mittlerweile als Privatdetektiv arbeitet. Sein Gedächtnis ist ziemlich durcheinander und er weiss selber nicht mehr, welche der vielen Personen, die er in seinem Agenten-Leben schon gespielt hat, seine richtige ist. Durch einen scheinbar ganz normalen Auftrag gerät er tiefer in die Vergangenheit, als ihm lieb ist.

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