4.5

Gekreuzigt (Martin Olden)

GekreuzigtDie neunzehnjährige Schülerin Beatrice wird erwürgt aufgefunden. Die Ermittlungen führen die Kriminalhauptkommissare Bernd Steiner und Karol Makourek in den Benediktinerorden, der Träger des Gymnasiums ist. Dutzende Mönche, 70 Lehrer und über 100 weitere Angestellte leben und arbeiten auf dem Gelände. Doch ins Visier der Ermittler gerät bald einer der Mönche. Pater Thomas ist so gar nicht der typische Mönch. Er hat Psychologie studiert und hat Bekanntheit erlangt durch seine Literatur, die nicht selten romantisch oder gar erotisch angehaucht ist. Ausserdem ist es offenkundig, dass er eine Freundschaft mit der ermordeten Beatrice pflege. Wie weit diese ging, weiss niemand wirklich.

Doch Bernd Steiner hat sich auf Pater Thomas eingeschossen. Dass ihn Pater Thomas an seine Kindheit erinnert, als sein Bruder ermordet wurde, lässt die Wut in ihm ins Unermessliche steigern. Das wird ihm auch da und dort zum Verhängnis. Er überschreitet Grenzen, denen ein Ermittler nicht mal nahe kommen sollte. Er wird handgreiflich, beleidigt und beschimpft Verdächtige. Natürlich überhaupt nicht denkbar, dass so eine labile Persönlichkeit als Polizist im Aussendienst ist. Aber hey, irgendwie witzig, wenn die Hauptfigur mal kein richtiger Held, sondern mehr ein Arschloch ist.

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Todesengel (Andreas Eschbach)

Ich mag den Schreibstil von Andreas Eschbach, allerdings weniger seinen Hang zur Science-Fiction. Mystik ist ok, aber irgendwie sollte die Geschichte (wohlverstanden für meinen Geschmack) in der Realität bleiben. Deshalb habe ich mir „Todesengel“ ausgesucht, der dieses Kriterium zu erfüllen scheint. Jedenfalls bis man mit Lesen anfängt.

Sofort liest man in der Ich-Form von einem (wahrscheinlich) menschlichen Wesen, das eins ist mit seiner Umgebung, alles hört, riecht, schmeckt und treffsicher da auftaucht, wo Menschen in Bedrängnis geraten. Und dann… Peng! Peng! Zwei Schüsse, zwei Tote. Die Jugendlichen, die einen älteren Mann verprügeln, werden kommentarlos gerichtet von einer Lichtgestalt, die der Zeuge nur als Engel beschreiben kann. Hab‘ ich doch das falsche Buch erwischt?

Offensichtlich geht ein Unbekannter auf die Jagd nach Menschen, die anderen Menschen Gewalt zufügen. Findet er Gewalttätige, übernimmt der bald als Racheengel bezeichnete Unbekannte gleich die Rolle von Richter und Henker. Bis auf wenige Ausnahmen eliminiert er die Täter wortlos durch einen Kopfschuss.

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Im Auge des Mörders (Marcus Hünnebeck)

Dies ist der erste Band in der Reihe um den Leibwächter Stefan Trapp. 

Ein Serienmörder, der seine weiblichen Opfer erst vergewaltigt und dann umbringt, beschäftigt die Kölner Polizei. Das Besondere: Er bringt die Frauen immer erst ein paar Tage oder gar Wochen nach der Vergewaltigung um. Und das auch dann, wenn die Opfer unter Polizeischutz stehen.
Eva Haller, eine freie Journalistin und Bloggerin, scheint als nächstes Opfer auf der Täterliste zu stehen. Die Polizei nimmt ihre Bedenken zu Beginn jedoch nicht ernst und geht davon aus, dass lediglich ein Idiot dahinter steckt, der sich an Evas Blogeinträgen stört.
Eines Tages taucht taucht tatsächlich ein Maskierter bei Eva zu Hause auf. Mit Glück kann sie ihn in die Flucht schlagen. Die Polizei, die auf ihren Notruf hin kommt, kann keine Spuren feststellen und zweifelt an der Glaubwürdigkeit von Eva Haller.

Will Robie: Der Killer (David Baldacci)

Dies ist der erste Band aus der Reihe um Will Robie. Es empfiehlt sich dringend, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen!

Will Robie trifft immer. Er handelt im Auftrag des CIA und stets allein. Und seine Opfer stehen weit oben auf einer Liste mit allen Feinden der USA. Doch bei einem Auftrag zögert Robie kurz vor der Schussabgabe. Dass da ein Kind dabei ist, hat man ihm nicht gesagt. Und er hasst es, wenn ihm nicht alles gesagt wird. Er beschliesst, den Mord entgegen seinen Befehlen nicht auszuführen. Das Kind und seine Mutter sterben Sekunden später trotzdem und Robie sitzt in der Falle.

Auf seiner Flucht wird er durch die Umstände gezwungen, sich einem vierzehnjährigen Mädchen namens Julie anzunehmen. Nun muss Robie nicht nur sich selbst, sondern auch Julie beschützen. Und die, so stellt er nach und nach fest, hat diesen Schutz dringend nötig.

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Diabolus (Dan Brown)

Wenn eine komplexe Sache in einer Geschichte einfach verständlich eingebaut werden soll, muss sie zuweilen schon mal vereinfacht werden. So entstehen dann „Fakten“, die nur ein ahnungsloser Leser als Tatsache hinzunehmen bereit ist. So zum Beispiel, dass die zentrale Datenbank auch im Notfall nur durch ein halbstündiges Prozedere vom Netz zu nehmen ist.Es sind aber auch die handvoll Ungereimtheiten, die mich stören: Eine allmächtige NSA, die komplizierteste Zusammenhänge aufzudecken vermag, fällt auf den plumpesten Email-Trick herein. In einem Virus ist der Code, der ihn zum Stoppen bringt, versteckt. Und den kann man, nachdem man tagelang daran scheiterte, den Programmcode zu entziffern, plötzlich einfach so lesen.

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