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Showdown (Stefan B. Meyer)

Showdown - Stefan B. MeyerDas ist er nun also, der vierte Teil der Moko-Leipzig-Reihe (2. Staffel), um den man nicht rumkommt. Jedenfalls nicht, wenn man den dritten Teil (Blutzoll) gelesen hat. Zu gross die Neugierde, wie das weiter geht mit der verschwundenen Nadja Mückenberg. Ja, so viel darf ich wohl verraten, weil es der Autor auf der Amazon-Seite auch tut.

Dies ist aber “nur” ein Teil der Geschichte, sozusagen die eine Hälfte. In der anderen geht es erst Mal um eine unbekannte Leiche, die im Fluss gefunden wird. Keine Papiere, keine Chance, ihn anhand von Fotos zu erkennen.

Fast schon hat man den Eindruck, das wäre nur eine Episode und hätte nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun. Denn in der geht es bald um ganz andere Dinge, die scheinbar nichts mit diesem Toten zu tun haben. Und tatsächlich sei gesagt: So wahnsinnig viel haben sie dann auch wirklich nicht zu tun. Naja, schon, aber… ach, egal.

Der Autor wechselt immer wieder ab zwischen dem, was Nadja Mückenberg und ihr Entführer erleben und dem akuten Fall, den ihre Kollegen zu lösen haben.

Mir hat diese zweigleisige Erzählung gefallen, sorgt sie doch für Abwechslung und Dramatik.

Allerdings konnte mich Stefan B. Meyer nicht von der Figur des Kidnappers überzeugen. Ich will hier ja bekanntlich möglichst wenig verraten, deshalb kann ich dazu auch nicht viel sagen. Aber die Rolle, die der Entführer im Leben hat, den Status, das Ansehen, das alles passt nicht zu diesem Verhalten.

Das wirkt auf mich schon eher so, als hätte man irgend einen psychisch Kranken haben müssen, um dieses Mückenberg-Drama durchziehen zu können. Und dann musste halt diese Figur in den sauren Apfel beissen.

Schade, ich glaube, da wäre noch viel mehr Drama und Spannung möglich gewesen mit einer anderen Figurwahl.

Aber auch so ist “Showdown”, das Finale der zweiten Staffel, solide Krimi-Kost, die kaum je Langeweile aufkommen lässt. Und das ist doch schon mal locker die halbe Miete.

Meine Wertung: 3 out of 5 stars

 

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Der Schädelbrecher (Marcus Hünnebeck)

Lukas Sommer und Robert Drosten ermitteln wieder im Team. Diesmal sind sie einem Serienmörder auf der Spur, der seine Opfer mit einem Schädel erschlägt. In gewohnter Hünnebeck-Manier entwickelt sich ein Wettlauf zwischen dem Täter und den Ermittlern. Denn es wird immer konkreter, wer als nächstes auf dessen Liste stehten dürfte.

Der Schädelbrecher ist bereits der fünfte (!) Thriller von Hünnebeck in diesem Jahr. Damit gehört er zwar noch nicht zu den Fliessbandautoren, aber über dem weit verbreiteten Schnitt von einem bis zwei Bücher pro Jahr ist er locker. Leidet da die Qualität?

Meiner Meinung nach definitiv nein. Hünnebeck vertritt bekanntlich eher die Zunft der Autoren, die sich der einfacheren Sprache verschrieben haben. Das lässt schon mehr Output zu als, wenn man sich tagelang über schwülstige Sätze den Kopf zerbricht (wie das, so scheint es mir, andere Autoren tun).

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Der Wundennäher (Marcus Hünnebeck)

Der Wundennäher - Marcus HünnebeckIch habe dummerweise den Schädelbrecher, der eigentlich nach dem Wundennäher spielt (aber das ist egal), vorher gelesen. Deshalb wiederhole ich mich jetzt. Anders gesagt, ich werde mich im Beitrag über den Schädelbrecher wiederholen. Denn dessen Beitrag habe ich schon geschrieben, der erscheint eine Woche nach diesem hier.

Ich habe mich die letzten Monate zu einem Hünnebeck-Fan entwickelt. Seine Kritiker bemängeln den einfachen Schreibstil. Mir hingegen gefällt der, weil er unnötiges Geschnörkel und blumige Ausführungen auslässt. Aber die Grenzen zum Kiosk-Roman sind natürlich fliessend. Wer hochstehende Literatur will, kauft sich keinen Hünnebeck

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Mitgift (Kirsten Wendt)

Mitgift - Kirsten WendtHinweis: Der Roman “Mitgift” von Kirsten Wendt ist der dritte Band in einer vierteiligen Serie. Man sollte die Romane dieser Serie in der richtigen Reihenfolge lesen. Hier geht’s zum ersten Band.

Nun ist sie also zu Ende, die kleine Reihe um ein paar fiktive Kommissare der Leipziger Polizei. Vorläufig zumindest, denn am Ende des Buches gibt es zumindest Hinweise darauf, dass weitere Folgen nicht ausgeschlossen sind. Wäre auch schade, nachdem die vier Hauptcharaktere so liebevoll eingeführt wurden. Doch jetzt geht’s erst Mal um den vierten und somit letzten Roman zur Mordkommission Leipzig. Der ist in verschiedener Hinsicht erwähnenswert: Es ist die einzige Geschichte der Serie, die eine Frau geschrieben hat (und auch eine Frau als Hauptcharakter hat). Es ist zudem der erste Ermittlerkrimi von Autorin Kirsten Wendt geschrieben hat, wie sie im Nachwort verrät.

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Im Sommer sterben (Michael Theurillat)

Im Sommer sterbenEin Zürcher Banker wird auf einem Golfplatz erschossen. Völlige Ahnungslosigkeit bei der Polizei. Kommissar Eschenbach, die Hauptfigur in Theurillats Erstlingswerk, übernimmt den Fall und kommt ewig nicht vom Fleck. Und diese gefühlte Ewigkeit für Eschenbach färbt irgendwie auch auf den Leser ab. Denn in Theurillat Debütroman “Im Sommer sterben” geschieht seitenweise so wenig, dass man es eigentlich getrost als ‘nichts’ bezeichnen könnte. Ganze Kapitel handeln von Ermittlungen, Gesprächen, Gedanken, die den Figuren zwar etwas Leben einhauchen und vielleicht auch ein wenig Zürcher Stadtstimmung vermitteln, die Geschichte an sich aber eigentlich nicht voran bringen.

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