3.5

Tod auf der Fähre (Anne Gold)

Tod auf der Fähre - Anne GoldFrancesco Ferrari ist Kommissär bei der Polizei der Stadt Basel. Nur da gibt’s in der Schweiz noch polizeiliche Kommissäre. Und in Basel spielt auch die Geschichte, die sich die Autoren, die hinter dem Pseudonym Anne Gold stecken, ausgedacht haben. Auf der Rheinfähre wird frühmorgens ein Toter entdeckt, der sich als berühmter Künstler herausstellt. Mehr weiss der Leser nicht. Und die Polizei auch nicht.

Ferrari muss den Fall übernehmen und seine ohnehin geringe Motivation sinkt, sobald er erfährt, in welchen Kreisen der Künstler Brehm verkehrte. Reichtum und Macht strahlt von der alteingesessenen Basler-Pharma-Familie aus, die rasch ins Visier der Ermittlungen kommt. In dieser Welt zwischen Sein und Schein fühlt sich der liebenswerte und sympathische Kommissär nicht nur überhaupt nicht wohl, sondern auch nicht so richtig zurecht. Arroganz, Intrigen und Eifersucht – daraus lässt sich ein netter Motiv-Cocktail mixen. Doch Ferrari findet nur sehr spärlich Spuren, die scheinbar zum Ziel führen, um nur kurz danach festzustellen, dass doch alles anders ist.

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Verräterisches Profil (Marcus Hünnebeck)

Verräterisches ProfilDie Fantasien, die der Autor für “Verräterisches Profil” haben musste, sind verstörend. Hässliche Brutalität, die im Gegensatz zu Hollywood auch vor Kindern nicht zurückschreckt, wird einem da aufgetischt in Form von Serienmorden eines Triebtäters. Und stets trifft es eine dreiköpfige Familie. Alle drei werden ermordet, die Mutter aber vorgängig noch vergewaltigt. Polizeibeamtin Beate Bauer und ihr Team versuchen, dem perversen Mörder auf die Schliche zu kommen, bevor er seine nächsten Taten durchführen kann.

Das zurückbleibende Sperma ist zwar eine eindeutige Spur, bei der mittels DNA-Analyse eine Täterschaft einwandfrei bewiesen werden könnte. Aber eben nur könnte. So lange der DNA-Träger nicht bekannt ist, hilft das nicht wirklich weiter. Auch andere Spuren, die verfolgt werden, sind knifflig. Und wenn die Beamten dann mal erfolgreich einer Spur nachgegangen sind bis zur Person, zu der sie führt, müssen sie nicht selten feststellen, dass sie die Mühe nicht wert war.

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Die Rache des Stalkers (Marcus Hünnebeck)

Die Rache des StalkersHinweis: Dieser Roman hiess in der ursprünglichen Originalfassung “Im Visier des Stalkers”

Die Hauptperson in diesem Hünnebeck-Roman spielt die Kriminalkommissarin Anja Hübner, die gerade mit ihrem Freund Frank Schluss macht. Der kriegt das irgendwie in den falschen Hals und fühlt sich in seiner Ehre verletzt. Deshalb stellt er ihr nach, steigert sich in seiner Enttäuschung und Wut und wird schliesslich zu dem, was man gemeinhin Psychopathen nennt.

Aber darum geht’s eigentlich nur nebenbei, auch wenn dieses Nebenbei ziemlich viel Raum und Bedeutung hat für den Roman. Der Hauptstrang handelt davon, dass die Polizei – allen voran Hübner – einen Sexual-Mörder zu finden hat. Ein Verdächtiger wird bald unschädlich gemacht, doch just dann geschieht das nächste brutale Verbrechen. Es gibt also mindestens einen zweiten Täter.

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Blinde Rache (Leo Born)

Blinde Rache“Blinde Rache” von Leo Born spielt in Frankfurt. Es geschehen mehrere grausame Morde, bei denen die Opfer offensichtlich vorgängig gefoltert wurden. Die ersten Opfer kommen alle aus dem Milieu des organisierten Verbrechens. Darüber hinaus ist aber keine Gemeinsamkeit ersichtlich – ausser dass der Täter brutal vorging.

Die Hauptfigur in Leo Borns Roman, Mara Billinsky, ist neu bei der Frankfurter Polizei und wird mit der Klärung des ersten Mordes betraut. Aber ihr Vorgesetzter, der Mara von früher kennt, mag sie überhaupt nicht, ihre Kollegen genauso wenig. Und sie lassen sie das auch spüren. So konsequent, dass man sich als Leser wundert, warum der Autor die Frankfurter Mordkommission so schlecht hinstellt. Klar, die Mara ist offensichtlich ein seltsamer Vogel (und wird hinter ihrem Rücken auch Krähe genannt); läuft in schwarzen Klamotten rum, ist gepierct, eigenwillig und … merkwürdig hat.

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Aktenzeichen Tod (René Junge)

Aktenzeichen TodDer Neo-Nazi Viktor Brack hat über viele Jahre ein Netzwerk von Gleichgesinnten aufgebaut und einen teuflischen Plan vorbereitet. In eigens umgebauten Transportern sollen Obdachlose vergast werden, nachdem sie vorher mit dem Versprechen auf medizinische Versorgung aufgesammelt wurden. Der Testlauf in Hamburg funktioniert wie von Brack geplant und bald sollen in mehreren deutschen Städten gleiche Aktionen Hunderte von Obdachlose “entsorgen”.

Doch Sophie Palmer vom Hilfswerk Hilfs-Bus e.V. macht sich Sorgen um zwei ihrer verschwundenen Klienten und stellt Nachforschungen an. Hilfe bekommt sie dabei vom Afghanistan-Veteranen Simon Stark, der nach einer gescheiterten Militär-Existenz als obdachloser Alkoholiker unter der Brücke lebt. Doch Stark muss an mehreren Fronten kämpfen: Einerseits bekämpft er wenig erfolgreich seine Alkoholsucht, zum Anderen muss er immer wieder über seine Erinnerungen an einen schrecklich schiefgelaufenen Afghanistan-Einsatz siegen. Und, als wäre das nicht genug, hat es das professionell agierende Killerkommando von Viktor Brack bald auf ihn persönlich abgesehen. Wie da überhaupt auch nur ein Ansatz von sinngebender Ermittlung oder gar die Verhinderung von Bracks Plan möglich sein soll, ist lange ein Rätsel.

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