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Muhland: Im Abgrund lauert der Tod (A.F. Morland)

Muhland - A.F. MorlandNa, das war jetzt eine Überraschung. Ich hab’ mir den Roman gekauft, als er im Rahmen einer Aktion kostenlos zur Verfügung stand. Ich muss schon sagen, dieses Kindle-/Amazon-Ökosystem hat durchaus seinen Reiz. Dank diesen vielen kostenlosen oder sehr günstigen (0.99 Cents) Romanen wird man tatsächlich animiert, auch mal Autoren zu lesen, die man sonst wohl eher nicht beachten würde. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Blog-Beitrag.

Der vorliegende Roman hätte in einer Buchhandlung wohl allein wegen dem Cover keine grosse Beachtung verdient. Wer nämlich nicht grad an einer Studie über die hässlichsten Buch-Covers arbeitet, dessen Interesse dürfte durch “Muhland” kaum geweckt werden. Aber der Begriff “Heimat-Krimi”, die wenigen, aber positiven Bewertungen und der Preis von “zero” Euro haben mich dennoch dazu bewegt, das Buch zu kaufen. Wenn’s schlecht ist, gibt’s immerhin Stoff für einen Blogeintrag.

Und? Wie war’s jetzt?
Ehrlich gesagt, ich weiss es nicht so recht. Wer einfach mal anfängt zu lesen, der kriegt bald mal erste Schwierigkeiten. Fast Seite für Seite werden neue Personen eingeführt. Und das ist jetzt – wenn überhaupt – nur geringfügig übertrieben. Ich habe gerade einen Blick auf meine Notizliste geworfen: 30 Namen sind da drauf. Und das sind noch nicht ganz alle. Für ein Buch mit knapp 150 Seiten (umgerechnet) schon eine beachtliche Zahl. Logisch: Da erfährt man keine tiefgehenden Dinge über die Personen, der Autor beschränkt sich auf das Wesentlichste.

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Die Heuschrecke (René Junge)

Hinweis: Dies ist Band 2 aus der Reihe um den Ex-Soldaten Simon Stark. Es empfiehlt sich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Hier geht’s zum ersten Band. 

“Die Heuschrecke” hat überhaupt nichts mit dem hüpfenden Tierchen zu tun. Es ist mehr ein Synonym für einen Immobilienhai, der wie eine Schar Heuschrecken über St. Pauli herfällt. Wenn ich’s richtig in Erinnerung habe, wird darauf auch nur zwei oder drei Mal Bezug genommen. Der Titel ist also mehr willkürlich.

Die Geschichte aus Band 1 wird fast nahtlos weiter erzählt. Simon Stark, der Ex-Soldat, der im ersten Band im Kampf gegen den wahnsinnigen Neo-Nazi Viktor Brack ordentlich einstecken musste, hat wegen den Verletzungen aus dem ersten Abenteuer beide Beine verloren. Seither rackert er sich mit Prothesen ab. Das gibt ein doch sehr ungewohntes Bild eines Helden. Endlich mal was anderes, etwas Mutiges. Wie oft gab es denn schon Helden mit körperlichen Behinderungen?

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Die grosse Wende (Larry Lash)

Heute gibt’s einen Western. Western? Ja. Western in Romanform habe ich eigentlich immer mit diesen Romanheften, die man für wenig Geld am Kiosk kriegt, in Verbindung gebracht. Und genau in diese Kategorie gehört “Die grosse Wende” meines Erachtens. Hinter dem Autoren-Pseudonym Larry Lash steckt der deutsche Schriftsteller und Kunstmaler (eigentlich in umgekehrter Reihenfolge) Bernhard Bömke († 2002). Und der hat zwischen 1950 und 1976 um die 300 (!) Westernromane geschrieben. Das bedeutet, dass Herr Bömke – wenn man ihm auch mal ein paar Wochen Urlaub zusprach – in Etwa jeden Monat einen Roman ablieferte.

Nun, unter diesen Umständen würde es Herr Bömke, wenn er noch lebte, wohl nicht übel nehmen, wenn man seinem Roman gewisse Qualitäten abspricht. Wenn Autoren wie King oder Baldacci einen Roman pro Jahr liefern, Ken Follett sogar zwei Jahre veranschlagt, dann kann ein Monatsrhythmus einfach nicht gleiches Niveau haben. Muss es aber (vielleicht) auch gar nicht. Wer Unterhaltung will, dem ist es lieber, er hat immer was zu lesen, als jeweils wieder ein Jahr warten zu müssen.

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Der Auftrag (David Baldacci)

Dies ist der fünfte Band aus der Camel Club-Reihe um Oliver Stone. Es empfiehlt sich, die Camel Club-Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Die Reihe beginnt mit “Die Wächter“. 


Was für eine Wendung. Vom knorrigen Anführer einer Rentner-Möchtegern-Detektiv-Gruppe namens Camel Club wird Oliver Stone zum offiziell ernannten Ermittler im Auftrag der Regierung. Sein Job ist die Aufklärung einer Bombenexplosion im Lafayette-Park gegenüber dem Weissen Haus, der er selber fast zum Opfer gefallen wäre, und der heftiger Beschuss folgte.

Ausser ihm waren vier weitere Personen im Park: Ein Jogger, der plötzlich verschwand. Ein Rapper, der offensichtlich eine Waffe trug. Ein Anzugträger mit Aktentasche, der ein Denkmal studierte. Und eine Frau, die auf einer Bank sass und telefonierte.

Warum explodiert eine Bombe in einem fast leeren Park? Und warum wird der Park anschliessend mit zahlreichen Salven beschossen, getroffen wird aber niemand? Und warum ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als der britische Premierminister das Weisse Haus besucht? Hätte er das Ziel sein sollen?

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Operation Elite (Matthew Reilly)

Der Plot könnte direkt aus der James Bond-Fabrik stammen: Bösewichte wollen die Weltordnung umkrempeln, daraus unermessliche Gewinne machen und noch mächtiger werden. Das genügt eigentlich, um einen Roman von gegen 500 Seiten spannend zu gestalten. Doch der Australier Matthew Reilly wirft noch die Idee der Kopfgeldjagd ins Rennen, die ebenfalls für sich allein ein Buch füllen könnte.

Eigentlich wäre das eine gute Ausgangslage. Doch Reilly verschwendet dermassen viel Zeit auf Detailbeschreibungen von durchgeknallten Actionszenen, dass die Entwicklung der höchstgradig potentiellen Geschichte regelrecht der Platz ausgeht. Das Buch liest sich als würde es in Worten schildern, was man in einem typischen 08/15-Actionknüller heutzutage im Kino sieht.

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