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Der Fall Kobinski: Knodolch ermittelt (Wolfgang Ortner)

https://amzn.to/2odp9tvDass ich “Der Fall Kobinski” fertig gelesen habe, grenzt an ein Wunder. Nach drei oder vier Seiten wollte ich das Buch auf Nimmerwiedersehen weglegen. Schon auf der ersten Seite tauchen mehrere Fehler auf. Was Grammatik anbelangt, ist das Buch auf tiefem Niveau: Fehlende Kommas en masse. Falsche Worte, falsche Fälle, mitten im Satz ändernde Zeitformen oder einfach so falsch.

Da wird adjustiert statt attestiert, es wird “auf jemanden vergessen”, Whiskey wird weiblich und die Akte Kobinski wird unter dem Buchstaben D gesucht (und gefunden). Das sind nur einige wenige (!) von fast auf jeder Seite auftauchenden Fehlern. Wer’s nicht glaubt, soll das Buch lesen.

Dieses Buch hat mit Sicherheit nie einen Lektor gesehen. Und damit sollte der Verkauf eigentlich gestoppt werden. Dass Wolfgang Ortner dann noch fast gänzlich auf Absätze verzichtet, hilft der Lesbarkeit auch nicht weiter. Seitenweise steht einfach Fliesstext, egal, ob erzählt oder direkte Rede wiedergegeben wird. Und manchmal sind die direkten Reden durch Anführungszeichen abgetrennt, obwohl die gleiche Person weiter spricht.

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Böser Bruder (Henry Rohmer)

Böser BruderHenry Rohmer ist niemand anders als Alfred Bekker, der hunderte Geschichten unter verschiedenen Namen geschrieben hat. “Böser Bruder” ist – wie vermutlich alle Bekker-Romane – auf dem Niveau eines Groschenromans. Das muss nicht unbedingt schlecht bedeuten, tut es aber in diesem Fall. Die Geschichte ist einfach zu lieblos hingebastelt und beinhaltet etliche Fehler, die nicht hätten müssen sein.

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Sally Strass (Fred Breinersdorfer)

Sally Strass - Fred BreinersdorferIch glaube, es gibt den Moment, in dem etwas derart doof ist, dass es schon fast wieder witzig ist. Viele Blödelfilme à la Nackte Kanone oder Hot Shots zeigen das. Und Sally Strass gehört in die gleiche Kategorie. Krimikomödie, als die der Autor das Buch bezeichnet, wird dem Inhalt nicht gerecht. Und das ist im negativen Sinne zu verstehen.

Das einzig positive an diesem Kurz-Roman sind die witzigen Ideen des Autors, die einen hier und da schmunzeln lassen über die absurden Dinge, die deswegen geschehen. Hat man sich erst mal dem Blödelniveau ergeben, wundert man sich nicht mehr darüber, dass die Privatdetektivin schon mal Margaritas in zweistelliger Anzahl trinkt, um mit Informanten ins Gespräch zu kommen oder dass ihr Hund zu sprechen scheint.

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Kaltgestellt (Colin Forbes)

Colin Forbes hat bei mir das geschafft, was noch keiner vor ihm geschafft hat: Ich lege einen Thriller endgültig beiseite, ohne ihn fertig zu lesen. Ich halte es einfach nicht aus.

Leider ist das im negativen Sinne zu verstehen. Die Schreibweise und die Art, wie Forbes die Geschichte entwickelt, erinnert mich an billige 80er Jahre TV-Serien wie A-Team, MacGyver oder Knight Rider. Serien, in denen immer wieder aus heiterem Himmel Schlussfolgerungen gezogen werden, die man als Zuschauer eigentlich nicht nachvollziehen konnte, sich aber als richtig erwiesen.

Das geht ein, zwei Mal. Aber wenn man jede Seite mindestens einmal über sowas hinweg sehen muss, fängt es an zu nerven. Ein Roman sollte mich unterhalten, nicht ärgern. Deshalb habe ich den Forbes-Roman ‘Kaltgestellt’ kaltgestellt. Schluss.

Wer den Roman trotzdem lesen will, bitte sehr…

Meine Wertung:

 

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