Operation Elite (Matthew Reilly)

Der Plot könnte direkt aus der James Bond-Fabrik stammen: Bösewichte wollen die Weltordnung umkrempeln, daraus unermessliche Gewinne machen und noch mächtiger werden. Das genügt eigentlich, um einen Roman von gegen 500 Seiten spannend zu gestalten. Doch der Australier Matthew Reilly wirft noch die Idee der Kopfgeldjagd ins Rennen, die ebenfalls für sich allein ein Buch füllen könnte.

Eigentlich wäre das eine gute Ausgangslage. Doch Reilly verschwendet dermassen viel Zeit auf Detailbeschreibungen von durchgeknallten Actionszenen, dass die Entwicklung der höchstgradig potentiellen Geschichte regelrecht der Platz ausgeht. Das Buch liest sich als würde es in Worten schildern, was man in einem typischen 08/15-Actionknüller heutzutage im Kino sieht.

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Ein ganz einfacher Plan (Scott Smith)

Wer hat nicht auch schon davon geträumt, einen Schatz zu finden und plötzlich stinkreich zu sein? Hank erzählt uns in „Ein ganz einfacher Plan„, wie für ihn dieser Traum Wirklichkeit wurde. Völlig unverhofft. Und wie danach aus dem ganz einfachen Plan eine Reise durch die menschlichen und moralischen Abgründe wurde. Aus Vertrauen wird Misstrauen und aus der Not heraus geschieht ein Mord. Ein zweiter, um den ersten zu vertuschen. Und dann ergibt ein Verbrechen das andere, als wenn’s nichts Logischeres gäbe.

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Die kalte Legende (Robert Litrell)

Der Roman hat 2007 den deutschen Krimipreis in der Kategorie „Internationale Thriller“ erhalten und die KrimiWelt bezeichnete ihn als „Meisterwerk des Agententhrillers“. Das ist ziemlich vielversprechend. Und weil ein Falt auf der Coverseite vorhanden war, gab’s das Taschenbuch für nicht einmal fünf Euro. Zuschlagen, klar. Ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte handelt von einem ehemaligen CIA-Agenten, der mittlerweile als Privatdetektiv arbeitet. Sein Gedächtnis ist ziemlich durcheinander und er weiss selber nicht mehr, welche der vielen Personen, die er in seinem Agenten-Leben schon gespielt hat, seine richtige ist. Durch einen scheinbar ganz normalen Auftrag gerät er tiefer in die Vergangenheit, als ihm lieb ist.

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