Im Sturm (Tom Clancy)

Der Clancy-Roman „Im Sturm“ ist 26 Jahre alt. Vieles hat sich seither verändert. Die DDR kommt im Buch noch vor, existiert in der Realität aber nicht mehr. Und da der Roman nicht ausdrücklich in der Vergangenheit spielen soll, stört das ein bisschen. Vielleicht will man als Leser aber auch einfach nicht wahr haben, dass halt nicht jedes Clancy-Szenario auch wirklich noch so eintreffen kann.

Ansonsten ist „Im Sturm“ technik- und detaillastige Thriller-Kost für Leser, die mit Kriegs-Taktik, Marine und politischen Strategien etwas anfangen können. Geschickt verfädelt er dabei diverse, und damit meine ich wirklich zahlreiche, Geschichten zu einem Ganzen. Dabei können (müssen aber nicht) sich die Figuren der einzelnen Geschichten da oder dort begegnen. Manchmal kann die Vielzahl an Geschichtssträngen schon dazu führen, dass man sich wünschte, man hätte sich die einzelnen Hauptfiguren und Lokalitäten irgendwann notiert. Doch macht man das nicht von Beginn an, ist es zu spät. Zu spannend ist der Verlauf, um jetzt nochmals zurück zu blättern.

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Douglas Preston und Lincoln Child

Douglas Preston war mir vor meiner Lektüre von ‚Credo‚ unbekannt. Weil mir ‚Credo‘ äusserst gut gefallen hat und ich dementsprechend gerne noch das eine oder andere Buch dieses Schriftstellers lesen würde, habe ich mich mal ein bisserl schlau gemacht. Offenbar ist Mister Preston eigentlich vor allem als eine Hälfte des Autoren-Duos Preston & Child bekannt.
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Credo (Douglas Preston)

Fanatismus ist vermutlich immer schlecht. Religiöser sowieso. So auch in ‚Credo‘, einem Roman von Douglas Preston, in dem sich wütende Christen formieren und ein wissenschaftliches Projekt attackieren. So richtig mit Waffen und roher Gewalt, Mord und Tatschlag im Namen des Herrn. Warum? Weil eine Abfolge von Ereignissen dazu geführt hat, dass sie davon überzeugt sind, damit den Antichristen zu bekämpfen. Klingt abstrus, baut sich aber im Verlauf des Romans nachvollziehbar auf.

Und so ganz falsch liegen die Fanatiker auch gar nicht. Denn dieses wissenschaftliche Projekt entwickelt sich ziemlich anders als geplant. Irgendwie scheint man Kontakt zu einer übernatürlichen Macht aufgenommen zu haben. Ist das Gott? Jedenfalls nicht der Gott der Bibel. Oder nur ein Spass, der aus dem Ruder läuft?

Nicht ungeschickt zeigt der Autor Preston auf, wie einerseits eine Religion entstehen und wie sie sich anderseits zu einer öffentlichen Bedrohung entwickeln kann. Wie gesagt, Fanatiker sind immer eine Gefahr, egal um was es geht.

‚Credo‘ ist ein spannender Wissenschafts-, ja beinahe Religions-Thriller, der langsam anfängt und im typisch amerikanischen ‚big bang‘ endet. Dazwischen regt er doch ab und zu auch ein bisschen zum Nachdenken an und zeigt ziemlich schonungslos (wenn auch zwischen den Zeilen), wie Religionen funktionieren.

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