Kaltgestellt (Colin Forbes)

Colin Forbes hat bei mir das geschafft, was noch keiner vor ihm geschafft hat: Ich lege einen Thriller endgültig beiseite, ohne ihn fertig zu lesen. Ich halte es einfach nicht aus.

Leider ist das im negativen Sinne zu verstehen. Die Schreibweise und die Art, wie Forbes die Geschichte entwickelt, erinnert mich an billige 80er Jahre TV-Serien wie A-Team, MacGyver oder Knight Rider. Serien, in denen immer wieder aus heiterem Himmel Schlussfolgerungen gezogen werden, die man als Zuschauer eigentlich nicht nachvollziehen konnte, sich aber als richtig erwiesen.

Das geht ein, zwei Mal. Aber wenn man jede Seite mindestens einmal über sowas hinweg sehen muss, fängt es an zu nerven. Ein Roman sollte mich unterhalten, nicht ärgern. Deshalb habe ich den Forbes-Roman ‚Kaltgestellt‘ kaltgestellt. Schluss.

Wer den Roman trotzdem lesen will, bitte sehr…

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Die Hunde des Krieges (Frederick Forsyth)

Man fürchtet sich schon, dass die Sache gar nie mehr losgeht… Man liest und liest, das ganze Buch dreht sich um die Planung eines grossen Coups. Doch der lässt Seite um Seite, Kapitel um Kapitel auf sich warten. Am Ende werden die verbleibenden Seiten dermassen dünn, dass man schon fast damit rechnet, dass es gar nicht mehr zu Durchführung kommt.

Im Wesentlichen handelt es sich um ein paar Rambos mit Intelligenz, die einen Staatsstreich zu planen haben. Allerdings weiss das nur einer der Truppe. Denn dahinter stecken rein wirtschaftliche Überlegungen. So kommt dann auch der Urheber der Idee und Geldgeber aus der Wirtschaft.

Langweilig ist das Buch sicher nicht. Aber ich merke, dass ich mich irgendwie schwer tue mit dem für mich eher ungewohnten „älteren“ Schreibstil. Ist ja doch auch schon ein paar Jahrzehnte her, seit Forsyth seine Romane schrieb.

Beim Grossteil des Buches, der Planung des Coups, gefallen mir die Details, dafür fehlt irgendwie die richtige Spannung. Beim Action-Teil, dem eigentlichen Sturm des kleinen Staates, geht dann alles so schnell und wie geplant, dass man tatsächlich unweigerlich an Rambo und Konsorten denkt. Nicht so mein Ding, ehrlich gesagt.

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Meteor (Dan Brown)

Wenn ich mir gleich so viel Zeit fürs Lesen nehme, dann steckt ein ganz besonders spannendes Buch dahinter. Und das ist ‚Meteor‘ in der Tat. Zwar aus dem Jahre 2003 und damit nicht mehr wirklich neu. Aber für den, der einen Roman zum ersten Mal liest, ist er halt immer neu.

Ein unglaublicher Fund der Nasa ist zentrales Thema. Der Verdacht, dass von höchster Stelle ein Betrug noch nie dagewesenen Ausmasses geplant ist, treibt die Geschichte voran. Dazwischen gehen Dinge schief, weil den falschen Menschen vertraut wird. Und es scheint alles anders, als es am Ende tatsächlich ist. Typisch Thriller halt. Und doch nicht.

Brown berührt mit der Idee, dass ausserirdisches Leben entdeckt wurde, irgendwie jeden Menschen. Die Frage nach dem Sinn und eben danach, ob da draussen noch anderes Leben besteht, hat doch jeden schon irgendwann beschäftigt.

Geschickt entwickelt Dan Brown die üblichen mehreren Handlungsstränge und bringt sie in einer Art Finale glaubwürdig zusammen.

Absolute Pflichtlektüre für Thriller-Fans. Und dringende Bitte für eine Verfilmung nach Hollywood.

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