Kainsmail (Marcus Hünnebeck)

Kainsmal_Marcus HünnebeckMan liest die ersten paar Zeilen. Peng. Schon ist man mittendrin. Typisch Hünnebeck. Schnörkellos und auf den Punkt schreibt er die Geschichte temporeich, ohne in langatmigen Details zu versinken.

Im Wesentlichen handelt ‘Kainsmal’ davon, dass Polizisten auf spezielle Art umgebracht werden. Jeder der Morde scheint eine 1:1-Kopie von früheren Prostituiertenorden zu sein, an denen Kommissarin Katharina Rosenberg mit dem früheren Profiler Chris Moll gearbeitet hat.

Bald wird klar: Chris und Katharina sind die nächsten Opfer auf der Liste des Mörders. Doch die Polizei tappt im Dunkeln, verdächtigt die falschen Personen und lässt sich ausserdem ausgerechnet in dem Moment austricksen, wo es ums Ganze geht. Wenn Rosenberg dann endlich das entscheidende Lichtlein aufgeht, scheint es eigentlich schon zu spät zu sein.

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Das System (Karl Olsberg)

Das System - Karl OlsbergOlsberg? Noch nie gehört. Klingt irgendwie dänisch oder so. Klingt aber nur so, Karl Olsberg ist das Pseudonym eines deutschen Autors, der erst spät seine literarischen Fähigkeiten entdeckte und mit “Das System” (fast) auf Anhieb eine erfolgreiche Autorenkarriere startete.

Olsberg erzählt darin die Geschichte eines deutschen Unternehmens, dem es gelungen ist, eine echte künstliche Intelligenz zu schaffen. Allerdings ist sich dessen anfangs niemand so richtig bewusst. Man ärgert sich über immer wieder auftretende Schwierigkeiten, weshalb auch der Hauptinvestor abzuspringen droht. Dann wird der Chefentwickler ermordet und der Verdacht fällt auf Mark Helius, den Geschäftsführer.

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Der Fall Kobinski: Knodolch ermittelt (Wolfgang Ortner)

https://amzn.to/2odp9tvDass ich “Der Fall Kobinski” fertig gelesen habe, grenzt an ein Wunder. Nach drei oder vier Seiten wollte ich das Buch auf Nimmerwiedersehen weglegen. Schon auf der ersten Seite tauchen mehrere Fehler auf. Was Grammatik anbelangt, ist das Buch auf tiefem Niveau: Fehlende Kommas en masse. Falsche Worte, falsche Fälle, mitten im Satz ändernde Zeitformen oder einfach so falsch.

Da wird adjustiert statt attestiert, es wird “auf jemanden vergessen”, Whiskey wird weiblich und die Akte Kobinski wird unter dem Buchstaben D gesucht (und gefunden). Das sind nur einige wenige (!) von fast auf jeder Seite auftauchenden Fehlern. Wer’s nicht glaubt, soll das Buch lesen.

Dieses Buch hat mit Sicherheit nie einen Lektor gesehen. Und damit sollte der Verkauf eigentlich gestoppt werden. Dass Wolfgang Ortner dann noch fast gänzlich auf Absätze verzichtet, hilft der Lesbarkeit auch nicht weiter. Seitenweise steht einfach Fliesstext, egal, ob erzählt oder direkte Rede wiedergegeben wird. Und manchmal sind die direkten Reden durch Anführungszeichen abgetrennt, obwohl die gleiche Person weiter spricht.

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Ausgebrannt (Andreas Eschbach)

Ausgebrannt - Andreas EschbachWenn ich Datumsangabe stimmt, habe ich dieses Buch vor siebeneinhalb Jahren erstmals gelesen. Es geschieht selten genug, dass ich einen Roman zweimal lese. Da fand ich, ich könne gut nochmals eine kurze Rezension schreiben.

Ich wusste noch, dass ich “Ausgebrannt” echt stark fand, aber ich konnte mich kaum mehr an den Handlungsverlauf erinnern. Vielleicht ist das ein Vorteil vom Älterwerden: Man kann die gleichen Geschichten lesen, ohne sich zu langweilen.

Ärgerlich fand ich hingegen, dass ich den Roman nochmals kaufen musste, weil Tolino aus mir unerklärlichen Gründen alle älteren Eschbach-Romane gelöscht hat. Auch Wiederherstellen bzw. erneutes Runterladen war nicht möglich. Was soll’s, Herr Eschbach wird Freude haben, dass ich den Kaufpreis ein zweites Mal entrichtet habe. Aber jetzt zum Roman.

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Der Schädelbrecher (Marcus Hünnebeck)

Lukas Sommer und Robert Drosten ermitteln wieder im Team. Diesmal sind sie einem Serienmörder auf der Spur, der seine Opfer mit einem Schädel erschlägt. In gewohnter Hünnebeck-Manier entwickelt sich ein Wettlauf zwischen dem Täter und den Ermittlern. Denn es wird immer konkreter, wer als nächstes auf dessen Liste stehten dürfte.

Der Schädelbrecher ist bereits der fünfte (!) Thriller von Hünnebeck in diesem Jahr. Damit gehört er zwar noch nicht zu den Fliessbandautoren, aber über dem weit verbreiteten Schnitt von einem bis zwei Bücher pro Jahr ist er locker. Leidet da die Qualität?

Meiner Meinung nach definitiv nein. Hünnebeck vertritt bekanntlich eher die Zunft der Autoren, die sich der einfacheren Sprache verschrieben haben. Das lässt schon mehr Output zu als, wenn man sich tagelang über schwülstige Sätze den Kopf zerbricht (wie das, so scheint es mir, andere Autoren tun).

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