Mit jedem Schlag der Stunde (David Baldacci)

Hinweis: Dies ist der zweite Band in der Reihe um “King & Maxwell”. Es empfiehlt sich, diese Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Hier geht es zum ersten Band. 

Der zweite Fall der beiden ehemaligen Secret Service-Agenten Sean King und Michelle Maxwell, die sich mittlerweile zu einem Privatdetektiv-Büro zusammenschlossen und in einem beschaulichen Städtchen in Virginia niederliessen. Doch mit der Beschaulichkeit ist es eigentlich schon nach dem ersten Band vorbei, erst recht aber jetzt: Ein brutaler Mord nach Vorbild eines bekannten Serienmörders erschüttert die Kleinstadt. Bald darauf geschehen weitere Morde, alle auf unterschiedliche Art, aber alle verweisen auf die Praktiken ehemaliger Serientäter und scheinen ziemlich eindeutig vom gleichen Täter zu stammen.

King und Maxwell werden zu Deputies ernannt und sollen der örtlichen Polizei helfen, den Täter zu finden. Doch weitere Morde nach gleichem Schema geschehen, ohne dass man auch nur eine Spur gefunden hätte. Bald stehen FBI und andere Behörden auf dem Plan und werden zunehmend von den Medien und der Öffentlichkeit unter Druck gesetzt. Doch dieser Druck ist nichts verglichen mit dem, den der Täter durch weitere Morde ausübt.

Das alles ist eigentlich allein schon Stoff genug für mehrere Romane. Aber Baldacci packt noch einen drauf und bringt mit weiteren Handlungssträngen, die ebenfalls für sich alleine ein Buch füllen könnten, zusätzliche Spannung in die Geschichte. Gerade weil die mehreren parallel verlaufenden Erzählungen zumindest anfänglich überhaupt nichts mit dem Haupt-Plot zu tun haben (so scheint es zumindest), bringt das aber nicht nur ein Mehr an Spannung, sondern auch ein Plus an Komplexität.

Da gibt es Kyle, den Mitarbeiter der Amtsärztin, der sich mit geklauten Pillen ein kleines Zusatzgeschäft aufgebaut hat, auf seltsame Hinweise stösst, einen Erpressungsversuch startet (gegen wen, erfährt man nie so recht) und schliesslich ermordet aufgefunden wird.

Als Täterin kommt natürlich vor allem seine Pillenkundin in Frage, die wiederum auch schon in anderem Zusammenhang auf der Bühne des Romans stand und kurz darauf im Zusammenhang mit einem weiteren Mord doppelt ins Scheinwerferlicht der Ermittlungen kommt.

Eine Clubbetreiberin, deren Mann erst eines Einbruchs verdächtigt, später ermordet wird, in deren Club auch einiges verdächtig ist. Ein FBI-Agent, bei dem man noch vom ersten King & Maxwell-Roman geprägt seine Vorbehalte hat. Eine steinreiche Witwe, die um jeden Preis verheimlichen will, was ihr gestohlen wurde. Ihre Tochter, die viel jünger als ihr Bruder als Nachzüglerin in die Familie geboren wurde und von der man nicht recht weiss, wo sie steht. Ihr älterer Bruder, der ein Eigenbrödler zu sein scheint, an historischen Kriegsschauspielen teilnimmt, Bilder malt und offenbar vom Reichtum der Familie lebt.

Es ist sehr erfreulich, dass Baldacci es schafft, die Personen so in die Geschichte einzuführen, dass man sie sich gut merken und auseinander halten kann. Es scheint mir, dass das schon eine Kunst ist, die gelernt sein will. Denn längst nicht jedem Autor gelingt das meines Erachtens gleich gut.

Wenn man sich die Personen dieser Geschichte gut merken kann, so ist es dafür umso schwieriger, der Geschichte zu folgen. Extrem viel geschieht, mal hier, mal da. Und der Autor behält sich bewusst zahlreiche Informationen vor, um die Spannung hochzuschrauben. Was gelingt, aber nicht unbedingt immer befriedigt. Insbesondere dann, wenn der übermenschlich clevere Sean King seine Schlussfolgerungen zieht und Teile des Falls im spontanen Alleingang löst, nervt man sich mitunter heftig. Denn nicht nur hat man als Leser meistens keine Chance, selber auf diese Idee zu kommen, viel mehr wundert man sich häufig, woher diese plötzlichen Eingebungen und Erkenntnisse denn kommen. Und warum gerade jetzt – eben noch rechtzeitig oder im Nachhinein – und nicht schon früher?

Dazu kommen reihenweise Zufälle, über die man schlicht hinwegsehen muss, will man sich nicht zu sehr ärgern. Im letzten Moment gerettet, unglaublich zufällig gesehen, glückliche Vermutungen, etc.

Fazit: Absolut spannende Unterhaltungslektüre mit hohem “Auge-zu-drück”-Faktor.

Meine Wertung:

 

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Mit jedem Schlag der Stunde (David Baldacci)
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