Kainsmail (Marcus Hünnebeck)

Kainsmal_Marcus HünnebeckMan liest die ersten paar Zeilen. Peng. Schon ist man mittendrin. Typisch Hünnebeck. Schnörkellos und auf den Punkt schreibt er die Geschichte temporeich, ohne in langatmigen Details zu versinken.

Im Wesentlichen handelt ‘Kainsmal’ davon, dass Polizisten auf spezielle Art umgebracht werden. Jeder der Morde scheint eine 1:1-Kopie von früheren Prostituiertenorden zu sein, an denen Kommissarin Katharina Rosenberg mit dem früheren Profiler Chris Moll gearbeitet hat.

Bald wird klar: Chris und Katharina sind die nächsten Opfer auf der Liste des Mörders. Doch die Polizei tappt im Dunkeln, verdächtigt die falschen Personen und lässt sich ausserdem ausgerechnet in dem Moment austricksen, wo es ums Ganze geht. Wenn Rosenberg dann endlich das entscheidende Lichtlein aufgeht, scheint es eigentlich schon zu spät zu sein.

Wir wissen, dass es weitere Rosenberg-Thriller gibt und dass die Kommissarin somit überleben wird. Wie man es von Hünnebeck gewohnt ist gilt das aber nebst Rosenberg nur für wenige Protagonisten. Wenn eine Figur ihre Rolle erfüllt hat, macht er stets kurzen Prozess.

Hünnebeck hat schon etliche Romanfiguren erfunden. In der Regel schreibt er gleich mehrere Geschichten mit den gleichen Personen. Und meistens tauchen diese Figuren auch später wieder auf, in Reihen, in denen es eigentlich um andere Personen geht.

So ist ‘Kainsmal’ zwar der erste Roman um die Kommisarin Katharina Rosenberg, tatsächlich ist sie mir aber schon in einem Robert Drosten-Roman begegnet. Die Robert Drosten-Geschichten hat Hünnebeck erst später geschrieben, aber wie so oft (sprich eigentlich immer) wird dem Leser/Käufer ja kaum oder gar nicht aufgezeigt, in welcher Reihenfolge denn die Bücher sinnvollerweise gelesen werden sollen.

Es ist zwar durchaus so, dass man die Sommer-Geschichten oder die Drosten-Romane gut unabhängig voneinander lesen kann. Aber der Unterhaltungswert ist meines Erachtens deutlich höher, wenn man die Chronologie einhält. Dass dies zu Gunsten des Marketing-Effekts ignoriert wird, werde ich wohl nie akzeptieren können.Vielleicht räche ich mich dann irgendwann, indem ich Spoiler veröffentliche. 😉

Nun, ‘Kainsmal’ ist davon abgesehen natürlich höchstgradig spannend und unterhaltsam und für den Krimi-Liebhaber, der auf allzu viele Details und seitenlange Abhandlungen von Gefühlen, Technik-Gedöns und tiefgründigen Dialogen verzichten kann, 1A-Lektüre.

Meine Wertung:

 

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17./21.09.

Kainsmail (Marcus Hünnebeck)
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