Codename November (Bill Granger)

Keine Ahnung, ob ich da von der Marketingabteilung meines Buchhändlers in die Irre geführt wurde oder mir einfach aufs Gratwohl eingebildet hatte, das hier wäre was Neues. Ist es nicht. “The November Man”, wie der Roman im Original heisst, erschien 1979. Der deutsche Titel ist etwas irreführend, würde man doch die wörtliche Übersetzung “Der November-Mann” als angebracht erwarten. Und diesen Titel gibt’s auf Deutsch tatsächlich auch, er betitelt aber den sechsten Band (englischer Titel “There Are No Spies”). Würd’ ich mal so salopp als sehr unglücklich bezeichnen.

Der Hauptteil der Geschichte spielt im Irland von damals (1979), also mit den ganzen Spannungen, Anschlägen der IRA, und so weiter. Will heissen: Man muss sich schon ein bisschen umstellen.

Es handelt sich bei “Codename November” um einen klassischen Agentenkrimi. Agent Devereaux, die Hauptfigur, wird in geheimer Mission nach Schottland (oder war’s Irland?) geschickt, weil da irgendwelche geheimnisvollen Dinge geschehen sollen, die es zu verifizieren gilt. Die Kontaktperson wird bald tot aufgefunden. Und kurz danach auch so einige andere Personen, die mit ihr Kontakt hatten. Devereaux hat anfänglich keinen blassen Schimmer, worum es gehen soll, schnappt aber hier ein Fragment auf und bekommt da einen Informationshappen.

Nach und nach erhält er ein Bild von den geplanten Geschehnissen. Das Bild gefällt ihm nicht. Es soll einen Anschlag auf eine wichtige Person des öffentlichen Lebens geben und mit ihm auch noch zwei hohe Regierungsbeamte. Doch schlimmer als das geplante Attentat – von dessen Zeitpunkt oder Ort Devereaux übrigens nach wie vor keine Ahnung hat – ist die Tatsache, von wem es geplant wird. Zwar nur indirekt, aber halt eben doch.

Da tauchen nebst dem Arbeitgeber von Devereaux, der sogenannten Abteilung R, auch der CIA, der britische Geheimdienst, die irische Polizei und sogar ein geheimnisvoller russischer Spion (von dem ich irgendwie nie richtig wusste, was der soll) auf. Und alle scheinen sie auf irgendeine Art in die Sache verstrickt.

Unglaublich, was für eine komplexe Sache sich Granger da ausgeheckt hat. Trotzdem gelingt es ihm über weite Strecken, die Geschichte verständlich und einigermassen plausibel zu erzählen. Mit den typischen Klischees halt, die Agentenromane zum Einen und die damalige Zeit (kalter Krieg und so) zum Anderen mit sich brachten. Wer damit umgehen kann, kriegt hier eine durchaus spannende Lektüre geboten, deren Umfang nicht allzu üppig ausgefallen ist.

Meine Wertung:

 

Besucherwertung:
[Total: 4 Average: 3]

Memo an mich (damit ich das Zeugs in der richtigen Reihenfolge lese):

Alle Romane um den November-Mann:
Band 1: Codename November.
Band 2: Das tödliche Auge.
Band 3: Verräter-Poker.
Band 4: Code Zürich.
Band 5: Hemingways Tagebuch.
Band 6: Der November-Mann.

Codename November (Bill Granger)
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