Todesengel (Andreas Eschbach)

Ich mag den Schreibstil von Andreas Eschbach, allerdings weniger seinen Hang zur Science-Fiction. Mystik ist ok, aber irgendwie sollte die Geschichte (wohlverstanden für meinen Geschmack) in der Realität bleiben. Deshalb habe ich mir „Todesengel“ ausgesucht, der dieses Kriterium zu erfüllen scheint. Jedenfalls bis man mit Lesen anfängt.

Sofort liest man in der Ich-Form von einem (wahrscheinlich) menschlichen Wesen, das eins ist mit seiner Umgebung, alles hört, riecht, schmeckt und treffsicher da auftaucht, wo Menschen in Bedrängnis geraten. Und dann… Peng! Peng! Zwei Schüsse, zwei Tote. Die Jugendlichen, die einen älteren Mann verprügeln, werden kommentarlos gerichtet von einer Lichtgestalt, die der Zeuge nur als Engel beschreiben kann. Hab‘ ich doch das falsche Buch erwischt?

Offensichtlich geht ein Unbekannter auf die Jagd nach Menschen, die anderen Menschen Gewalt zufügen. Findet er Gewalttätige, übernimmt der bald als Racheengel bezeichnete Unbekannte gleich die Rolle von Richter und Henker. Bis auf wenige Ausnahmen eliminiert er die Täter wortlos durch einen Kopfschuss.

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Blackout (Andreas Eschbach)

Vor zwei Jahren habe ich die online zur Verfügung gestellten Seiten des Eschbach-Romans „Blackout“ gelesen und beschlossen, mal den ganzen Roman zu lesen. Heute bin ich damit fertig geworden. Natürlich habe ich nicht schon vor zwei Jahren, sondern erst vor zwei Wochen angefangen.

Im Mittelpunkt steht ein Junge, der sich aus vorerst unerklärlichen Gründen in Computersysteme „eindenken“ kann. Ganz schön seltsam und unrealistisch. Wobei, man sollte angesichts der rasanten Entwicklung der Computertechnik vielleicht nicht zu früh Realitätsferne deklarieren. Wer weiss …

Gerade wollte ich schreiben, dass dies ein toller Roman ist, ihm jedoch etwas der Tiefgang und Umfang fehlt.  Da gibt es schon die eine oder andere Stelle, die man etwas detaillierter hätte ausschmücken können. Und gut 250 Seiten sind auch nicht besonders grosszügig. Doch dann stelle ich fest, dass Blackout offenbar als Jugend-Roman zu verstehen ist. Oha.

Wenn mich (40 Jahre alt) ein Jugendroman genügend fesselt, dass ich ihn zu Ende lese und nur Kleinigkeiten bemängle (nach Erwachsenen-Massstab), dann gibt’s zu diesem Buch wohl nichts mehr zu sagen, ausser: Kaufen. Jugendliche sowieso, aber auch Erwachsene finden darin Unterhaltung.

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Ausgebrannt: Andreas Eschbach

Es ist unbestritten, dass Erdöl sowas wie der Wirtschaftsmotor unserer Zeit ist. Weniger einig ist sich die Menschheit in der Frage danach, wie lange die Vorräte noch reichen. Einerseits hat man vor zwanzig Jahren schon prophezeit, dass „es nicht mehr lange reicht“, anderseits scheint der Nachschub nicht akut gefährdet zu sein.

Der deutsche Autor Andreas Eschbach spielt in „Ausgebrannt“ mit der Mystik, die das Erdöl und die Geschäfte darum umgibt. Und er schildert ein Szenario, das nicht unwirklich scheint, wenngleich der Leser sich da und dort fragt, warum die Protagonisten einige Ereignisse oder Aussagen nicht mehr hinterfragen.

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