Inferno (Dan Brown)

Ich fand‘ es damals schon ein wenig gaga, was für ein Theater um Dan Browns neuen Roman gemacht wurde, als er 2013 kurz vor der Veröffentlichung stand. Lange durfte man nicht mal den Titel erfahren.

Heute habe ich ihn fertig gelesen. Innert drei Tagen. Um die 670 Seiten. Und ich weiss nicht so recht, was ich davon halten soll. Auf jeden Fall halte ich den Hype um Dan Brown und „Inferno“ für völlig übertrieben.

Die 670 Seiten bieten zwar viel Stoff fürs Geld. Allerdings ist der Roman nur deswegen so umfangreich, weil Herr Brown enorm viel Platz ausführlichen Schilderungen der örtlichen Gegebenheiten, ihrer historischen Bedeutung und den dazugehörigen geschichtlichen Hintergründen widmet.

Die Story liest sich nicht selten, als würde ein verhinderter Lehrer versuchen, möglichst viele historische Anekdoten und Erzählungen rüber bringen wollen und das Ganze in eine Art Thriller verpackt zu haben.

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Meteor (Dan Brown)

Wenn ich mir gleich so viel Zeit fürs Lesen nehme, dann steckt ein ganz besonders spannendes Buch dahinter. Und das ist ‚Meteor‘ in der Tat. Zwar aus dem Jahre 2003 und damit nicht mehr wirklich neu. Aber für den, der einen Roman zum ersten Mal liest, ist er halt immer neu.

Ein unglaublicher Fund der Nasa ist zentrales Thema. Der Verdacht, dass von höchster Stelle ein Betrug noch nie dagewesenen Ausmasses geplant ist, treibt die Geschichte voran. Dazwischen gehen Dinge schief, weil den falschen Menschen vertraut wird. Und es scheint alles anders, als es am Ende tatsächlich ist. Typisch Thriller halt. Und doch nicht.

Brown berührt mit der Idee, dass ausserirdisches Leben entdeckt wurde, irgendwie jeden Menschen. Die Frage nach dem Sinn und eben danach, ob da draussen noch anderes Leben besteht, hat doch jeden schon irgendwann beschäftigt.

Geschickt entwickelt Dan Brown die üblichen mehreren Handlungsstränge und bringt sie in einer Art Finale glaubwürdig zusammen.

Absolute Pflichtlektüre für Thriller-Fans. Und dringende Bitte für eine Verfilmung nach Hollywood.

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Diabolus (Dan Brown)

Wenn eine komplexe Sache in einer Geschichte einfach verständlich eingebaut werden soll, muss sie zuweilen schon mal vereinfacht werden. So entstehen dann „Fakten“, die nur ein ahnungsloser Leser als Tatsache hinzunehmen bereit ist. So zum Beispiel, dass die zentrale Datenbank auch im Notfall nur durch ein halbstündiges Prozedere vom Netz zu nehmen ist.Es sind aber auch die handvoll Ungereimtheiten, die mich stören: Eine allmächtige NSA, die komplizierteste Zusammenhänge aufzudecken vermag, fällt auf den plumpesten Email-Trick herein. In einem Virus ist der Code, der ihn zum Stoppen bringt, versteckt. Und den kann man, nachdem man tagelang daran scheiterte, den Programmcode zu entziffern, plötzlich einfach so lesen.

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