1: Allerlei

Darum kann ein E-Book teurer sein als ein Taschenbuch

Ich habe mich schon öfters gewundert, warum in (zum Glück) seltenen Fällen ein E-Book teurer ist als ein Taschenbuch des selben Romans. Vor gut einem Jahr habe ich das auch mal hier im Blog festgehalten und einfach mal auf gut Glück gefragt, ob mir das jemand erklären könne. Da hat sich niemand gemeldet, aber eine Erklärung habe ich mittlerweile trotzdem.

Aktuell ging es um den Roman “Der letzte Befehl” von Lee Child. Auf Englisch ist der schon lange raus, die deutsche Übersetzung gibt’s seit Sommer 2017. Und die aktuelle Situation im Online-Shop von meinem bevorzugten e-Book-Lieferanten sieht wie folgt aus:

Wie man feststellt, ist das E-Book günstiger (nicht viel, aber immerhin) als die gebundene Ausgabe, jedoch deutlich teurer als das Taschenbuch. Sogar teurer als das Hörbuch, das vermutlich am aufwändigsten zu produzieren ist.

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Fortlaufende Serien

Auf ihrem Blog Buchfresserchen stellt Svenja wöchentlich die Montagsfrage. Diese Woche will sie wissen, wie viele nach wie vor fortgesetzte Reihen in meinem Regal stehen. Mit Reihe meint sie fortlaufende Geschichten der gleichen Hauptfiguren, die über mehrere Bücher fortgesetzt wird. Als Beispiel dürfte Robert Langdon von Dan Brown oder auch Jack Ryan von Tom Clancy gelten. Wobei ich bei letzterem trotz anfänglicher Euphorie mittlerweile den Anschluss verloren habe.

Ich bin eigentlich ein grosser Fan von solchen Buch-Serien. Aber unter einer Bedingung: Dass sie sauber und unmissverständlich als solche gekennzeichnet sind und man auf den ersten Blick sieht, der wievielte Band einer Reihe man vor sich hat. Denn es gibt wenig, das ich als Romanleser mehr hasse, als wenn ich mitten in einem Buch erkenne, dass ich Band soundsoviel einer Serie in Händen habe. Das ist mir mit Amanda Lee Garrett passiert, kürzlich auch mit mit John Puller. Es gibt Fälle, in denen das weniger tragisch ist, manchmal ist’s aber auch wirklich nervig, weil das Lesen in der chronologischen Reihenfolge sinnvoll wäre.

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E-Book teurer als Taschenbuch

Einen Roman zu schreiben, ist Arbeit. Auch wenn einem die Sätze nur so aus der “Feder sprudeln”, entsteht eine gute Geschichte nicht mal eben schnell an einem freien Nachmittag. Autoren sind darauf angewiesen, dass sie für ihre Arbeit entlöhnt werden. Dass Literatur also nicht kostenlos sein kann, steht ausser Diskussion. Auch wenn dem so wäre, wäre ich bereit, einen Obulus zu entrichten für jedes gelesene Buch.

Es steht, so meine ich, auch jedem Autor oder Verlag frei, die Preise für ihre Werke höher oder tiefer anzusetzen. Muss jeder Leser selber wissen, wie viel er bereit ist für einen neuen Dan Brown-Roman zu zahlen.

Es ist auch völlig verständlich, dass die Verlage erst gebundene (und damit teurere) Versionen rausgeben und das preiswertere Taschenbuch erst später folgt. Würd’ ich vermutlich auch so machen. Und der Preisunterschied von Taschenbuch zu gebundener Ausgabe ist naheliegend, ist ein gebundenes Buch doch deutlich hochwertiger, hält länger und ist teurer in der Herstellung. Alles gut und recht.

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Der Kindle ist schon 5

Ich bin kein grosser Fan des Kindle von Amazon, weil er der Versuch ist, die Kunden einseitig zu binden, ja, geradezu abhängig zu machen von Amazon. Auch ist es nicht so, dass der Kindle der erste E-Book-Reader auf dem Markt war. Aber erstmals hat ein solcher ein genügend grosses Publikum erreichen können, um Einfluss auf den Markt zu nehmen.

Langsam aber stetig hat allen voran Amazon, aber auch Apple und zahlreiche andere Händler angefangen, den Büchermarkt neu zu definieren. Nun ist es auch heute, fünf Jahre nach dem Kindle-Start noch so, dass der weitaus grösste Teil der Bücher auf Papier verkauft werden. Das hat meiner Meinung auch damit zu tun, dass eben gerade Amazon und Apple als anfängliche Marktleader die Kunden mit proprietären Formaten mehr verwirrt als begeistert haben.

Doch ich glaube, in nochmals fünf Jahren wird die Lage schon deutlich anders aussehen. Und in diesem Sinne, auch wenn ich ihn nicht mag: Happy Birthday, Kindle.

Quelle: lesen.net

Zusammenfassung eines Ludlum-Romans

Ich bin ein Fan von GetAbstract. Man kriegt da (gegen zugegebenermassen viel Geld) Zusammenfassungen von Sachbüchern zu x-beliebigen Themen. Das verschafft einen den Überblick über ein Thema, ohne dass man das ganze Buch lesen muss.

Die Idee, Zusammenfassungen von Büchern anzubieten, scheitert aber an jedem Roman. Denn hier geht’s schliesslich auch nicht darum, ein paar Kerngedanken auszuformulieren, sondern über möglichst lange Zeit beste Unterhaltung zu vermitteln. Umso erstaunlicher, wenn jemand ausgerechnet eine Zusammenfassung eines Ludlum-Romans wünscht.

Da kann’s ja wohl nur darum gehen, dass jemand seine Hausaufgaben abgeben will, ohne sie wirklich machen zu müssen. 🙂

Liebe oder lieber yantu: Probier’s doch mal mit Selberlesen. Vielleicht wirst du merken, dass das ganz unterhaltsam sein kann, im Falle von Ludlum sogar richtig spannend. Du solltest nur nicht gerade mit dem Genessee-Komplott beginnen.

 

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