Das Osterman-Wochenende (Robert Ludlum)

Schlechte Formatierung (e-Book-Version) und eher alter Schreibstil mit langen Sätzen, dazu noch viele Namen, machen die ersten Seiten zum Geduldspiel. Der Rest des Buches liest sich einigermassen angenehm, wenn man davon absieht, dass die Geschichte sehr konstruiert wirkt.

Worum geht’s? Die Ehepaare Tremayne, Cardone, Tanner und Osterman sind befreundet und treffen sich jährlich. Ausser den Ostermans wohnen alle in Saddle Valley, letztere reisen für das Freundestreffen jeweils aus LA an. Daher auch der Titel „Osterman-Weekend“.

Doch dieses Jahr geschehen eine Woche vor dem Treffen seltsame Dinge. Tanner wird unter einem Vorwand zum CIA geholt, wo man ihm eröffnet, dass seine befreundeten Paare unter Verdacht stehen, einer kriminellen Organisation namens Omega anzugehören. Die CIA jagt das scheinbar mächtige Omega schon länger und will ihm ausgerechnet dieses Wochenende eine Falle stellen. Eine Falle, die nur funktioniert, wenn Tanner mitspielt.

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Das Scarlatti-Erbe (Robert Ludlum)

Unglaublich viele für deutschsprachige Leser ungewohnte Namen begegnen einem in diesem Roman. Eine der Hauptpersonen kristallisiert sich aber schnell raus: Matthew Canfield, ein junger Buchprüfer, der für die US-Regierung arbeitet, und scheinbar zumindest intellektuell einige Fähigkeiten eines Geheimagenten zu haben scheint.
Scarlatti ist der Name eines italienischen Einwanderers, der es vom sprichwörtlichen Tellerwäscher zum Multimillionenmann schaffte. Er baute ein Imperium auf, das nach seinem Tod durch seine Frau weiter geführt und irgendwann von den drei Söhnen hätte übernommen werden sollen. Einer der Söhne stirbt jedoch im Ersten Weltkrieg, ein zweiter entwickelte schon als Jugendlicher seltsame Marotten, die der Familie ein Dorn im Auge waren und sind.
Eben dieser Sohn, Ullster, knüpft während des Krieges Kontakt zu einem dubiosen deutschen Geschäftsmann, bringt Jahre später auf hinterlistige Weise ein Grossteil des Scarlatti-Vermögens an sich und taucht unter.

Canfields Vorgesetzte wittern, dass da etwas im Busch ist und setzen ihn auf Ullsters Fährte. Unterwegs knüpft er teils gewollt, teils auch ungewollt Kontakt zu Ullsters Mutter, die mehr dem Vermögen als dem Sohn nachjagt, und wird von ihr für eine grosszügige Gage eingestellt.
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Abschaum (Marcus Hünnebeck)

Dies ist der zweite Band in der Reihe um den Leibwächter Stefan Trapp. Es empfiehlt sich, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Die Serie startet mit „Im Auge des Mörders„.

Ich staune gerade. Ohne wesentliche Teile bzw. Wendungen zu verraten, ist es fast nicht möglich, diesen Roman vorzustellen. Natürlich, den Klappentext kann man getrost mitteilen. Doch mit den darin geschilderten Ereignissen beginnt erst ein Feuerwerk von teils erwarteten, teils aber auch völlig unerwarteten Wendungen. Für eine Lektion in Literatur, bei der es um das Einbinden von Wendungen gibt, könnte „Abschaum“ geradezu als Musterbeispiel herhalten.

Die Hauptpersonen sind natürlich Stefan Trapp, der aber erst verspätet auf der Bildfläche erscheint, seine Freundin, Eva Haller, und die Polizeikommissarin Andrea Braunsteig. Geschickt und extrem abwechslungsreich berichtet Hünnebeck aus verschiedenen Blickwinkeln Erlebnisse, die manchmal scheinbar offensichtlich verlaufen, um dann teils doch wieder völlig harmos enden.

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