AchtNacht (Sebastian Fitzek)

AchtNacht - Sebastian FitzekManche werden es kaum glauben, aber AchtNacht ist tatsächlich mein erster Fitzek. Und ich bin begeistert.

Dass eine beliebige Person für eine Nacht lang vogelfrei sein und von jedermann gejagt werden könnte, ist spontan eine abstruse Idee, die einzig dem Zweck dient, eine Grundlage für einen Thriller zu liefern.

Aber schon früh wird einem bewusst: So abwegig, wie die ersten Gedanken meinten, ist das leider gar nicht. Vom Schulhof-Mobbing über Facebook-Hetze bis zu AchtNacht sind es nur wenige Evolutionsstufen, die die Menschheit bis heute glücklicherweise noch nicht alle genommen hat.

So betrachtet ist AchtNacht so fiktiv gar nicht. Wenigstens in seinen Grundzügen. Natürlich hat Herr Fitzek der Dramaturgie zuliebe ein paar Zufälligkeiten konstruiert, damit die Geschichte in ihrer Gesamtheit auch in jedem Kapitel genügend Schwung bringt.

Und das tut sie. Die Cliffhanger zu Ende jeden Kapitels wären gar nicht nötig gewesen. Die drei, vier Sichtweisen werden geschickt ineinander verstrickt und zu einem überzeugenden Ganzen gewoben. Da wurde nicht einfach eine tolle Idee auf banale Weise erzählt, sondern sorgsam überzeugende Zusatzdramatik geschaffen.

Es gibt Momente, die ich nicht ganz so toll gelungen finde. Zum Beispiel die nahezu 100 % passive Haltung der Polizei während der illegalen Hetzjagd. Da gibt es keine Hinweise darauf, dass die Behörden irgendwelche Aufrufe macht oder die TV- und Radiostationen zwingt, die Berichterstattung einzustellen. Aber auch die Wirrungen in der Psyche des Ben sind mitunter kurzfristig missverständlich, etwa wenn er sich plötzlich sicher scheint, sich selbst nominiert zu haben.

Aber alles in Allem ein mitreissender Thriller, der seine Bezeichnung verdient. Vom Anfang bis zum Ende. Und sogar – wenn man will – noch ein bisschen zum Nachdenken anregt.

Meine Wertung:

 

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06.11. / 11.11.

AchtNacht (Sebastian Fitzek)
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