Will Robie: Falsche Wahrheit (David Baldacci)

Dies ist der vierte Band aus der Reihe um Will Robie. Es empfiehlt sich dringend, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen! Die Reihe beginnt mit „Der Killer„.

Will Robie gilt als bester CIA-Mann für die Art von Aufträge, die er normalerweise ausführt. Doch bei einem Auftrag geht etwas schief. Robie kann zwar nichts dafür, doch er erschiesst nicht nur sein Ziel, sondern auch noch ein kleines Mädchen. Seinen Folgeauftrag kann er nicht ausführen, weil er plötzlich Halluzinationen hat. Ein Ersatzteam kommt zum Einsatz.

Für Robie bricht eine Welt zusammen. Wenn er nicht mehr erfolgreich töten kann, ist seine Existenzbasis im Eimer. Er ahnt, dass er tief in seine Vergangenheit reisen muss, um seine innersten Gefühle und Unzulänglichkeiten zu beseitigen.

Er reist nach Mississippi, in das einsame Kaff, in dem er seine Kindheit verbrachte, um seinen Vater zu treffen, der gerade wegen Mordverdacht eingelocht wurde. Dort unten angekommen entwickeln sich Dinge, die die Fähigkeiten und vor allem die Ressourcen der örtlichen Polizei übersteigen. Robie findet sich urplötzlich mitten in Mordfällen, für die er keine Erklärung hat. Noch nicht.

Je länger je mehr erscheint die Mordanklage an seinem Vater unhaltbar. Doch solange keine Beweise da sind, wird man ihn kaum freisprechen. Und obwohl Robies Verhältnis zu seinem Dad alles andere als gut ist, setzt er sich in den Kopf, die offenen Fragen zu lösen.

Ganz allein gelingt ihm das jedoch nicht. Bald bekommt er Hilfe, zum Teil durch sein Bemühen, zum Teil auch unerwartet. Doch auch dann tappen Robie und seine Hilfe lange im Dunkeln. Ist die Frau seines Vaters, seine Stiefmutter, fremdgegangen? Und dann tauchen plötzlich Fotos auf von älteren Männern mit kleinen Kindern. Haben Pädophile ihre Finger im Spiel? Und was ist mit den Fällen eines Serienmörders, dessen Ermittlungen das FBI in die Gegend bringt?

Ein durchwegs spannender Baldacci-Thriller, allerdings mit einem beträchtlichen Makel. Zumindest in meinen Augen ist die Auflösung, die man dann auch nur erfährt, weil der Täter sie ausführlich erläutert, ist schon gar garstig, mühsam und weit hergeholt. Und sie kommt so plötzlich, dass man den Eindruck nicht los wird, Baldacci hätte gut noch zweihundert Seiten schreiben können, musste aber zu einem Ende gelangen.

Über Schwachstellen in einem Krimi liest man ja gerne hinweg und verdrängt sie wieder durch die nachfolgende Handlung. Leider kommt aber die Auflösung am Ende, so dass man eben kaum mehr durch nachfolgende Action abgelenkt wird. In meinen Augen trotz sehr spannenden und interessanten Ansätzen am Ende dann doch eher ein schwacher Baldacci, ganz sicher der schlechteste Will Robie-Roman, meiner Meinung nach.

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