Das Versprechen (David Baldacci)

Wer die vorhergehenden Romane von Baldacci gelesen hat und sich mit entsprechender Erwartung an „Das Versprechen“ wagt, der hat Pech. Mir ging es so. Klar, man könnte vorgängig den Klappentext lesen, aber das mache ich selten, wenn ich einen Autoren schon kenne.

Nun, gut, „Das Versprechen“ ist was ganz anderes als die vor ihm erschienenen Baldacci-Romane. Und für Thriller-Fans ist es eine eher langweilige Sache. Wenn man sich aber genre-offen gibt, hat auch „Das Versprechen“ durchaus Spannung zu bieten, wenn auch mehr alltägliche und kindliche.

Lou und ihr kleiner Bruder, Oz, verlieren ihren Vater bei einem gemeinsamen Autounfall. Die Mutter fällt unmittelbar darauf ins Koma, so dass die Zwölfjährige mit ihrem Bruder eigentlich alleine bleiben. Sie kommen zu Vaters Grossmutter Louisa Mae auf eine Farm in Virginias Nirgendwo: Kein Strom, kein fliessend Wasser, keine Läden in Gehweite und als Selbstversorger völlig auf sich gestellt.

Der Leser erlebt mit den beiden Kindern zahlreiche Abenteuer und ist hautnah dabei, wenn sich die beiden New Yorker Grossstadtkinder nach und nach mit der harten Arbeit in der Natur abfinden und später anfreunden. Und kaum ist das geschehen, scheint sich das Schicksal erneut gegen die Kinder zu wenden: Eine Bergwerkfirma will hinterlistig an das Land ihrer Urgrossmutter gelangen.

Die Kinder kriegen Unterstützung, aber nicht viel. Denn während ihnen die natürliche Schönheit Virginas ans Herzen gewachsen ist, wollen die übrigen Bewohner aus der Nachbarschaft vor allem das schnelle Geld. Doch die Bergwerkler wollen alles oder nichts; ohne Louisa Mae’s Zustimmung, ihr Land zu verkaufen, klappt auch für alle anderen der Deal nicht.

Wie gesagt: Durchaus unterhaltsame Lektüre und stellenweise spannend, aber natürlich kein wirklicher Vergleich mit den Thrillern, mit denen David Baldacci zu seinem Namen als Bestsellerautor kam. Er zeigt in „Das Versprechen“ aber, dass er auch tiefergehende Geschichten mit einer Detailverliebtheit zu schildern vermag, die einen (fast) ins ländliche Virgina versetzt.

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Das Versprechen (David Baldacci)
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