Das Labyrinth (David Baldacci)

Ich brauchte tatsächlich ein paar Dutzend Seiten, um in den Baldacci-Rhythmus zu kommen. Immerhin habe ich gerade 16 Jack Reacher-Romane hintereinander gelesen und mich entsprechend an den Lee Child-Schreibstil gewohnt. Das ist schon ein seltsames Gefühl, sich an komplett andere Namen, Charakteren und Ereignisse zu gewöhnen. Da hab‘ ich mich anfangs recht schwer getan, die neuen Namen zu merken und irgendwie einzuordnen, ohne immer wieder Jack Reacher in die Geschehnisse hinein zu interpretieren.

In „Das Labyrinth“ geht’s um eine riesige und mächtige IT-Firma, die sich aus strategischen Gründen eine ebenso grosse Konkurrenz einverleiben will und kurz vor dem Kaufdurchbruch steht. Ausgerechnet in dieser kritischen Phase scheinen aber krumme Geschäfte zu laufen und geheime Daten aus der Kaufverhandlung wurden offenbar an die Konkurrenz verkauft. Der Deal scheint zu platzen.

Ausgerechnet Jason Archer scheint darin verwickelt. Höchst brisant, weil per Zufall seine Frau Sidney als Rechtsanwältin den Deal begleitet und angeblich nichts von diesem Zusatzgeschäft ihres Mannes weiss. Als dann auch noch der Flug von Jason abstürzt und keine Überlebenden zurück bleiben, bricht für Sidney die Welt komplett zusammen.

Am Tiefpunkt ihres Lebens angelangt merkt Sidney aber bald: Es geht noch tiefer. Und immer noch tiefer. Denn während sie dachte, das wäre das Ende, fängt die Geschichte eigentlich erst richtig an und beginnt, Fahrt aufzunehmen. Denn Sidney erhält Nachrichten vom verstorbenen Mann.

Was geht hier vor? Was führte Jason wirklich im Schilde? Konnte er sich entgegen ihrer Wahrnehmung zum Kriminellen entwickeln? Und wenn ja, was hat ihn dazu gebracht? Wurde er getäuscht? Oder täuscht er sie und alle anderen?

Bald ist nichts mehr so wie es scheint und Sidney muss eine Person um die andere von ihrer Vertrauensliste abhaken. Am Ende traut sie nur noch dem Sheriff Sawyer, verheimlicht aber auch ihm gegenüber wesentliche Details, um ihn zu schützen. Der wiederum verzweifelt fast, weil er spürt, dass ihm entscheidende Dinge vorenthalten werden und er stets einen Schritt hinterher hinkt.

Am Ende ist die grosse Verschwörung, um die es in diesem Buch geht, noch viel grösser, als man während des Lesens zu erahnen beginnt. Und über mangelnde Wendungen in der Geschichte kann man bei „Das Labyrinth“ wahrlich nicht klagen.

Ein absolut spannender Thriller.

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Das Labyrinth (David Baldacci)
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