Der Anhalter – 17. Reacher-Band (Lee Child)

Sehr gut, sehr gut. Von der ersten Seite an spannend und nur weil zwischendurch auch andere Pflichten rufen, legt man das Buch danach überhaupt je zur Seite. So muss es sein, so liebe ich es. 

Reacher landet aus seinem letzten Abenteuer direkt im nächsten. „Der Anhalter“ schliesst nahtlos an den vorherigen Roman an. Die Ex-Frau von Duncan aus „Wespennest“ lädt Reacher gerade an einem Autobahnkreuz aus, wo er eineinhalb Stunden später von zwei Männern und einer Frau mitgenommen wird. Damit beginnt die Geschichte.

Das Trio wirkt erst wie ein Geschäftsteam, nach und nach entdeckt Reacher aber Widersprüche. Und je weiter die Fahrt geht, desto seltsamer wirken die drei. Als dann die Frau auf der Rückbank über den Spiegel mit Reacher Augenkontakt aufnimmt und ihm geheimnisvolle Zeichen mit Zwinkern vermittelt, weiss Reacher: Da ist was faul.

Während er noch rätselt und seine Schlüsse zieht, um sie kurz darauf wieder zu revidieren, weiss der Leser schon mehr. Denn Child erzählt in abwechslungsreichen und kurzatmigen Abschnitten verschiedene Geschichten, die irgendwo zusammen laufen. Mal früher, mal später.

Nicht selten wendet sich die Geschichte und auch das Blatt für Reacher. Die geheimnisvolle Organisation, die mit Terrorismus in Verbindung gebracht wird, wird nur langsam greifbarer und ihr Ziel bleibt bis zum Schluss unklar. Dann jedoch, und das ist ein bisschen schade, löst sich das Rätsel etwas gar schnell und unspektakulär. Und leider so, dass man als Leser kaum eine Chance hatte, von selbst auf diese Idee zu kommen.

Weil bis dahin aber extrem viel passiert, grosse Spannung aufkommt und man mächtig mitfiebert, drückt man da gerne ein Auge zu. Wer sind King und McQueen, die beiden Autofahrer? Und wer ist Karen Delfuenso, die Entführte auf der Rückbank? Kaum einer scheint zu sein, was er oder sie vorgibt. Oder doch?

Reacher will Delfuenso vor den beiden Kidnappern retten, wird aber noch vor seinem Versuch selbst fast erschossen. Jack Reacher muss erst die Polizistin, die ihn verhaften soll, davon überzeugen, dass es momentan wichtigere Dinge gibt als seine Verhaftung. Nämlich die Rettung von Delfuenso.

Aberals kurz darauf das Fluchtauto mit einer Leiche auf der Rückbank im Vollbrand entdeckt wird, ändert sich plötzlich alles. Das Kidnapping-Opfer ist tot, die Polizei braucht eine Verhaftung. Und zur Auswahl steht nur Reacher, von dem niemand weiss, wer er wirklich ist.

Doch der fragt sich, was passiert ist. Warum wurde das Auto mitten im Niemandsland angezündet? Zusammen mit der Polizistin Sorenson versucht er, mehr herauszufinden, was ihnen aber nicht gelingt. So ergibt sich Reacher schliesslich und wird vom FBI nicht etwa verhaftet, sondern eher in Schutzhaft genommen. Was geht hier ab?

Viel mehr kann ich nicht schreiben, weil ich sonst leider manchem Leser den Spass an diesem Buch verderben würde. Einfach ein starker Thriller!

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