Trouble (11. Reacher-Band) – Lee Child

10-30. Offizier in Not. Ein militärischer Hilfecode, der in Form einer Einzahlung auf Jack Reachers Konto zu finden ist. Reacher findet rasch heraus, von wem die Einzahlung stammt und weiss sofort, dass es sich dabei nicht um eine Bagatelle handeln kann.

Offenbar hat jemand einen alten Kameraden aus Jacks früherer Eliteeinheit umgebracht. Reacher und Neagley, die Kameradin, die den Hilferuf abgesetzt hat, versuchen die verbliebenen Team-Mitglieder zusammen zu trommeln. Doch von keinem kommt eine Antwort. Es scheint, dass nur noch sie zwei übrig sind.

Das ist dann nicht ganz der Fall, aber immerhin die Hälfte der ehemaligen Militärprofis hat sich offenbar von Zivilisten überlisten lassen. Der Gegner darf somit nicht unterschätzt werden. Doch wo beginnt man, wenn man überhaupt nichts in der Hand hat?

Spärlich tröpfeln hier oder da Infos rein. Reacher und sein Team ziehen mal die richtigen, mal die falschen Züge. Und manchmal auch welche, die man als Leser nicht so ganz nachvollziehen kann. Insbesondere dann, wenn Reacher alles auf eine Karte setzt, obwohl das eigentlich nicht vernünftig zu sein scheint. Dass seine Freunde wirklich in den Hubschrauber verfrachtet werden, in dem er wartet und aus dem er später ein paar Bösewichte schubst, weil sie das auch mit seinen Freunden getan haben, konnte er nur erahnen, nicht aber mit Sicherheit wissen.

Nun, das sind die Dinge, über die man gerne hinwegsieht und ein Auge zudrückt, genauso wie der Moment, wo Reacher mit seinem blossen Ellenbogen einen aufgehenden Airbag aufhalten soll. Kein Problem, schreibt Lee Child. In Tat und Wahrheit ist das nicht nur kein Problem, sondern schlicht Blödsin. Wie auch die Behauptung, dass bei einem Triebwerksausfall eines Helikopters die Autoration in geringer Höhe weniger dramatisch ist als in grosser Höhe. Es ist genau umgekehrt. Damit die Autoration überhaupt funktioniert, ist eine gewisse Höhe nötig, um die Rotoren überhaupt auf die nötige Rotation zu bringen.

„Trouble“ ist eine starke Geschichte, bei der wieder einmal nicht Reacher allein in Action ist, sondern von den noch nicht toten ehemaligen Teammitgliedern unterstützt wird. Und wie die alten Kameraden ermitteln, aufklären und zupacken, fesselt den Leser in typischer Child-Reacher-Manier. Anfangs völlig im Dunkeln tappend, geht es Schritt um Schritt vorwärts bis am Ende ein krimineller Deal im Bereich der Rüstungsindustrie aufgedeckt wird, der zwar irgendwie nicht so richtig glaubhaft sein will, aber natürlich die Eliminierung von Reachers Kollegen erklärt.

Nun, wo ich weiss, welche alten Kameraden von Reacher im Zusammenhang mit den Geschehnissen in „Trouble“ das Zeitliche gesegnet haben, macht’s mir Mühe, später den Roman „The Affair“ zu lesen. Darin geht’s nämlich um Reachers letzten Fall in der Armee, und das war ja das Zusammenstellen einer Eliteeinheit in der Militärpolizei mit eben jenen Kollegen. Irgendwie schade, da wieder von Calvin Franz zu lesen und gleichzeitig schon zu wissen, dass der und andere später umkommen.

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