Am Limit (David Baldacci)

John Puller ist die Hauptfigur in diesem Roman. Leider habe ich erst beim Lesen und Recherchieren herausgefunden, dass es sich um den zweiten Puller-Roman handelt. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich sicher nicht erst den zweiten und erst später den ersten Band gelesen. Aber sei’s drum, im Nachhinein kann ich beruhigen: Es spielt keine so grosse Rolle. Es wird in der Geschichte zwar da und dort auf den ersten Teil verwiesen, jedoch ohne dass man da Bescheid wissen müsste, um den Handlungsstrang zu verstehen. Ich wundere (bzw. ärgere) mich einfach einmal mehr, das solche Tatsachen nicht eindeutig vermerkt werden, z.B. auf der Titelseite. „John Pullers zweiter Fall“ oder so ähnlich würde nicht stören, aber mächtig helfen.

Puller hat eigentlich Urlaub, will wegen einem merkwürdigen Schreiben seiner Tante eben diese besuchen und stellt vor Ort fest, dass sie offenbar gestorben ist. Während die Polizei von einem natürlichen Tod ausgeht, ist sich Puller je länger je weniger sicher, dass das stimmt. Er nimmt auf eigene Faust Ermittlungen vor und kommt – langsam, langsam – dem Rätsel auf die Spur.

Letztlich geht’s um einen professionell organisierten Menschenhandel, dem seine Tante durch Zufall auf die Schliche gekommen ist. Dinge, die anfangs ziemlich klar scheinen, entpuppen sich später als Irrtum und umgekehrt.

Die Geschichte lebt von dem zügigen Tempo, mit dem die Story vorwärts getrieben wird, etlichen Einlagen, die sich gut in einem Action-Film machen würden und den mitunter zynisch-witzigen Dialogen.

Bis auf wenige Ausnahmen wird die Geschichte ausschliesslich aus der Perspektive von John Puller, der Hauptfigur, erzählt. Das nimmt dem Buch natürlich ziemlich viel Komplexität und lässt den Leser dem Handlungsstrang einfach folgen. Allerdings könnten LeserInnen, die sich komplexere, mehrschichtige Storys gewohnt sind, etwas enttäuscht sein vom simpel gestrickten Plot.

„Am Limit“ ist spannende Krimi-Lektüre, bei der man lange kaum eine Ahnung hat, worum’s wirklich geht. Und wenn man die dann hat, fragt man sich über Dutzende Seiten, wie, bitte schön, das alles noch gelöst werden soll auf den immer weniger werdenden Seiten. Am Ende geht’s dann, ganz im Gegensatz zum grössten Teil des Buches, plötzlich sehr schnell und die Sache ist aus. Etwas schade, dass das Finale nicht vielseitiger und damit spannender ausgeschmückt wird. Schlecht ist’s deswegen aber trotzdem nicht.

Für mich immerhin genügend spannend, dass ich mir Band 1 und den nachfolgenden Band 3 auch kaufen werde.

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