Die Bruderschaft (John Grisham)

Über John Grisham braucht man den meisten nicht viel zu sagen. Seit Jahren ist er mit seinen Romanen im Justiz-Bereich ein konstanter Lieferant für Hollywood. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch „Die Bruderschaft“ eines Tages als Thriller über die Kinoleinwand oder den heimischen TV flimmert.

Die Geschichte ist nicht so justizlastig wie man es von einem Grisham-Roman vermutlich erwarten würde. Und er ist, in meinen Augen, auch nicht ganz so clever durchdacht wie andere seiner Geschichten. Vom laschen Gefängniswärter und eher tölpelhaften Anwalt über zufällige Beinahe-Abstürze und einem krass überirdisch allmächtigen CIA gibt es da und dort Details, die einfach zu gut ins Timing passen.

Als Grisham-Fan drückt man da natürlich schon mal ein Auge zu. Und unrealistisch ist die Geschichte, von den erwähnten Details abgesehen, überhaupt nicht. Nur wären es dann vermutlich keine im Gefängnis sitzende Richter oder kein Präsidenschaftskandidat, der gerade eben noch nicht einmal wusste, dass er kandidieren wird. Und auch kein Komplott, hinter dem die CIA steht. Aber diese Elemente braucht es wohl für die Dramatik.

So liest sich „Die Bruderschaft“ wie gesagt stellenweise gar nicht wie ein Grisham, sondern schon eher wie ein an Clancy erinnernder Spionage-Thriller. Und diese Abwechslung tut irgendwie gut.

Von mir aus hätte die Geschichte aber gerne noch 100 Seiten länger sein können. Gegen Ende überstürzen sich die Ereignisse schon beinahe und der Schluss kommt etwas abrupt. Das erste Kapitel dafür ist mir persönlich zu langweilig. Was dazwischen steht hingegen, ist Spannung pur.

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