Endspurt (Colin Forbes)

„Endspurt“ ist der erste Roman aus Colin Forbes‚ „Tweed-Reihe“, die insgesamt 24 Romane umfasst. Dabei ist jedoch nicht erkennbar, dass Forbes bereits beim Schreiben daran dachte, die Figuren auch in weiteren Romanen auftauchen zu lassen. Die Geschichte liest sich in sich geschlossen. Da bin ich gespannt, ob in der zweiten Tweed-Folge allenfalls nochmals auf „Endspurt“ eingegangen wird.

Nun, zur Geschichte kann man sagen, dass sie sich im üblichen Polit-Krimi bewegt; nichts, das irgendwie negativ auffallen würde, aber halt auch nichts positiv Überragendes. Durchschnittskrimi in meinen Augen. Wobei hier Durchschnitt nicht schlecht sein muss. „Endspurt“ bietet durchaus Unterhaltung und ein gewisses Mass an Spannung. Doch ich meine dem Werk sein Alter anzumerken. Heute sind vergleichbare Geschichten deutlich komplexer, detailierter und verstrickter.

Etwas mehr Liebe hätte Forbes der Einführung der Charaktere widmen können. Zu Beginn kämpfte ich schon ziemlich stark mit Identifikationsproblemen, bis ich mal wusste, wer nun wer ist.

Die Geschichte handelt von einem Mordkomplott an einem hohen Politiker. Verschiedene Parteien sind darin irgendwie verstrickt, wer welche Rolle spielt bleibt jedoch bis zum Schluss unklar. Jedenfalls für die Hauptfiguren. Der geneigte Leser erkennt leider viel zu früh, in welche Richtung die Sache läuft.

Wenn die Romane von Tom Clancy die abendfüllenden Spielfilme darstellen, dann ist „Endspurt“ im Vergleich dazu eine Episode einer Mittwochnachmittags-Serie. Etwas böse gesagt, zugegeben. 🙂 Aber ich war tatsächlich etwas enttäuscht von der einfach gestrickten Geschichte, bei der zwar immer etwas läuft, die Liebe fürs Detail aber komplett fehlt.

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