Die Akte Odessa (Frederick Forsyth)

Der Schriftsteller Frederick Forsyth ist sowas wie eine Legende unter den Thriller-Autoren. Am bekanntesten war mir „Der Schakal“, den ich erst in der neuen, dann in der älteren Version gesehen und schliesslich noch gelesen habe. Ein Hammer-Thriller.

Der hier vorliegende Roman mit dem Titel „Die Akte Odessa“ dümpelt da in meinen Augen schon mehr im Teich der Einheitsware umher. Der Leser erfährt viel aus der schicksalsschweren Nazi-Zeit. Auch wenn einiges Fiktion ist, entspringen die geschilderten Geschehnisse ihrem Sinn nach eher der Fantasie der perversen Nazi-Führer als der des Autors.

In der Zeit, in der viele Nazi-Verbrecher noch am Leben und auf der Flucht waren, spielt diese Geschichte. Im Zentrum steht die tragische Geschichte eines alten Juden, der seine Zeit in der Hölle auf Erden in einem Tagebuch festgehalten hat.

Der Roman ist nicht schlecht. Aber die Theorie, dass die alten Nazi-Verbrecher noch immer organisiert ihr Unwesen treiben und düstere Pläne ihres Führers weiter verfolgen, will heute irgendwie nicht mehr so ganz überzeugen. Jedenfalls nicht in dem Ausmass, wie sie im Buch geschildert werden.

Wer sich von dieser Geschichte begeistern lassen will, braucht die Fähigkeit, sich ordentlich in der Zeit zurück versetzen zu können. Der Krisenherd Nahost, namentlich in und um Israel, besteht zwar weiterhin, jedoch auf ganz andere Weise als noch kurz nach dem Krieg, als die Geschichte spielte.

Alles in allem ok, einmal lesen genügt aber meiner Meinung nach.

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