Ein ganz einfacher Plan (Scott Smith)

Wer hat nicht auch schon davon geträumt, einen Schatz zu finden und plötzlich stinkreich zu sein? Hank erzählt uns in „Ein ganz einfacher Plan„, wie für ihn dieser Traum Wirklichkeit wurde. Völlig unverhofft. Und wie danach aus dem ganz einfachen Plan eine Reise durch die menschlichen und moralischen Abgründe wurde. Aus Vertrauen wird Misstrauen und aus der Not heraus geschieht ein Mord. Ein zweiter, um den ersten zu vertuschen. Und dann ergibt ein Verbrechen das andere, als wenn’s nichts Logischeres gäbe.

Jede Tat scheint vernünftig, nichts als die logische Konsequenz. Und die Hauptperson gerät tiefer in den Strudel aus Gewalt, Gier und Geld. Undglaublich, wie man als Leser geneigt ist, verständnisvoll zu nicken. Man hat Verständnis für Hank und seine Taten. Obwohl man weiss, dass es falsch ist. Er wusste es auch.

Definitiv eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Äusserst spannend aus der Ich-Perspektive erzählt, ohne Hänger und in grossen Schritten wird die Geschichte vorangetrieben. Einzig weil man, bedingt durch den Erzählstil, die Geschichte nur aus einer Sicht erlebt, könnte meiner Meinung nach gerechtfertigt etwas Abzug geben. Denn dadurch wird die Geschichte fast zu schnell erzählt. Teilbereiche, die durchaus ein paar Seiten Wert gewesen wären, sind einfach ausgeblendet. Das dürfte dann unter’m Strich auch der Grund sein, dass man das Buch vielleicht nicht alle drei oder fünf, sondern nur alle zehn Jahre lesen kann. Zu sehr erinnert man sich sonst an die Geschichte.

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Der Erstlingroman von Scott Smith, der so schön aufzeigt, wie sinnlos der Kampf um Geld doch sein kann, wurde übrigens in einer vielversprechenden Besetzung auch verfilmt. Den Film werde ich mir wohl auch in absehbarer Zeit reinziehen.

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