Im Sturm (Tom Clancy)

Der Clancy-Roman „Im Sturm“ ist 26 Jahre alt. Vieles hat sich seither verändert. Die DDR kommt im Buch noch vor, existiert in der Realität aber nicht mehr. Und da der Roman nicht ausdrücklich in der Vergangenheit spielen soll, stört das ein bisschen. Vielleicht will man als Leser aber auch einfach nicht wahr haben, dass halt nicht jedes Clancy-Szenario auch wirklich noch so eintreffen kann.

Ansonsten ist „Im Sturm“ technik- und detaillastige Thriller-Kost für Leser, die mit Kriegs-Taktik, Marine und politischen Strategien etwas anfangen können. Geschickt verfädelt er dabei diverse, und damit meine ich wirklich zahlreiche, Geschichten zu einem Ganzen. Dabei können (müssen aber nicht) sich die Figuren der einzelnen Geschichten da oder dort begegnen. Manchmal kann die Vielzahl an Geschichtssträngen schon dazu führen, dass man sich wünschte, man hätte sich die einzelnen Hauptfiguren und Lokalitäten irgendwann notiert. Doch macht man das nicht von Beginn an, ist es zu spät. Zu spannend ist der Verlauf, um jetzt nochmals zurück zu blättern.

Im Wesentlichen lässt Tom Clancy den kalten Krieg zum heissen Krieg werden. Weil der sogenannte Kalte Krieg heute nicht mehr existiert, ist das nicht mehr ganz so brisant wie zur Zeit der Romanentstehung. Aber nicht minder spannend. Denn so fiktiv die Geschehnisse auch sind, unrealistisch sind sie keinesfalls. Und wenn auch in anderem Rahmen, die Geschichte könnte sich heute noch tatsächlich irgendwo abspielen. Denn Ursprung des beschriebenen Übels ist das Erdöl bzw. die Knappheit an selbigem.

Während die meisten Tom Clancy-Romane von der Figur Jack Ryan handeln, ist „Im Sturm“ von dieser Serie losgelöst und in sich geschlossen. Es muss also keine Chronologie beachtet werden.

Fazit: Absolut empfehlenswert. Allerdings muss man schon einige technische Details über Kriegsgeräte und -taktik geduldig ertragen.

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