Lauter Leichen (Zara Philips)

LauterLeichen_ZarahPhilipsWas ist “Lauter Leichen”? Ich würde mal vorsichtig sagen eine Kriminal-Komödie mit schwarzem Humor. Tiefschwarzem Humor. Und vielen Leichen. Und vielen Wechseln. Gerade wird ein Mädchen brutal verprügelt und wenige Sekunden später dieses Vorkommnis wieder von einer komischen Szene abgelöst zu werden. Eine Berg- und Talfahrt zwischen morbiden Akten und deren Folgen bis zu heiter-witzigen Komik-Szenen des Alltags. Dieses Buch lässt sich in kein Genre pressen.

Die Autorin hüpft in ihrer Erzählung nicht nur fröhlich von der ersten zur dritten Person, sondern auch von der Gegenwart im Jahre 2015 in die Vergangenheit und wieder zurück. Im Kern geht’s zwar letztlich immer wieder um die Hauptdarstellerin Elenor Gint und den Ermittler Hiob Watkowski, doch dazwischen tauchen aus heiterem Himmel etliche Figuren auf. Manche davon verschwinden dann wieder aus der Geschichte, die meisten bleiben länger Bestandteil derselben. Einige dieser Figuren sind lebend, die gefühlte Mehrheit aber spielt nur noch eine Rolle als Leiche. Dass man dabei zwischendurch Gefahr läuft, den Faden der Schreiberin zu verlieren, ist überhaupt nicht tragisch. Jedenfalls nicht annähernd so tragisch wie das Ende der vielen Leichen, deren Anzahl man irgendwann (ziemlich früh) unweigerlich zu zählen aufhört.

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Will Robie in seinem fünften Fall

Wil Robie: Der Find im Dunkeln - David Baldacci

Gerade erst wurde das Erscheinen eines weiteren John Puller-Abenteuers auf Deutsch verkündet, jetzt ist auch der fünfte Fall von Will Robie, ebenfalls einer Figur von Baldacci, unter dem Titel “Der Feind im Dunkeln” angekündigt.Auch dieser Roman ist logischerweise schon auf Englisch erhältlich (seit 2017) und wird jetzt übersetzt auch für die deutschsprachige Fangemeinde nachgeliefert.

Der Roman trägt im Englischen den Titel “End Game”, was mich schon länger vermuten liess, dass es ein Abschluss der Geschichte um Profikiller Will Robie und seine Freundin Jessica Reel sein könnte. Natürlich wäre es bedauerlich, wenn der sympathischste Killer aller Zeiten (?) nicht mehr Teil von neuen Geschichten wäre. Aber erfolgreiche Reihen bergen ja immer auch die Gefahr in sich, dass sie sich totlaufen und bald nur noch sinkende Erwartungen erfüllen können. Da wäre es schon manchmal gescheitert, der Autor hätte auch mal den Mut, eine beliebte Figur zu beerdigen.

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Mitgift (Kirsten Wendt)

Mitgift - Kirsten WendtHinweis: Der Roman “Mitgift” von Kirsten Wendt ist der dritte Band in einer vierteiligen Serie. Man sollte die Romane dieser Serie in der richtigen Reihenfolge lesen. Hier geht’s zum ersten Band.

Nun ist sie also zu Ende, die kleine Reihe um ein paar fiktive Kommissare der Leipziger Polizei. Vorläufig zumindest, denn am Ende des Buches gibt es zumindest Hinweise darauf, dass weitere Folgen nicht ausgeschlossen sind. Wäre auch schade, nachdem die vier Hauptcharaktere so liebevoll eingeführt wurden. Doch jetzt geht’s erst Mal um den vierten und somit letzten Roman zur Mordkommission Leipzig. Der ist in verschiedener Hinsicht erwähnenswert: Es ist die einzige Geschichte der Serie, die eine Frau geschrieben hat (und auch eine Frau als Hauptcharakter hat). Es ist zudem der erste Ermittlerkrimi von Autorin Kirsten Wendt geschrieben hat, wie sie im Nachwort verrät.

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Strassenköter (Stefan B. Meyer)

Strassenköter - Stefan B. MeyerHinweis: Der Roman “Strassenköter” ist der dritte Band in einer vierteiligen Serie verschiedener Autoren um die Mordkommission Leipzig. Es empfiehlt sich dringend, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Hier geht’s zum Band 1 “Rampensau” von Marcus Hünnebeck

Nach je einem Roman aus Sicht von Maik Keller und Hubertus Knabe erzählt Stefan B. Meyer mit dem “Strassenköter” jetzt eine Geschichte aus dem Blickwinkel von Frank Starke, dem Chef der Leipziger Mordkommission. Wobei man das auch gleich wieder relativieren muss, denn wie schon bei den beiden Vorgängern kommen auch hier andere Sichten nicht zu kurz.

Die Suche nach der entführten Cindy Busch geht weiter, wenngleich erfolglos. Der angebliche Täter sitzt ja seit bereits in Haft, weil ihm falsche Beweismittel untergeschoben wurden. Und ausgerechnet jetzt verschwindet mit Natlie Repina ein zweites Mädchen, das dem gleichen Opfermuster entspricht. Während einige von einem Nachahmungstäter reden, kommen anderen erste Zweifel auf. Doch der Leser kommt da eigentlich nicht viel mit. Die Entführung wird erzählt. Dann liest man immer wieder davon, dass die Suche noch läuft und leider konstant erfolglos bleibt. Darüber hinaus erfährt die Leserin diesbezüglich nichts Neues.

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Hurenball (David Gray)

Hurenball - David GrayHinweis: Der Roman “Hurenball” ist der zweite Band in einer vierteiligen Serie verschiedener Autoren um die Mordkommission Leipzig. Es empfiehlt sich dringend, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Hier geht’s zum Band 1 “Rampensau” von Marcus Hünnebeck

Mit “Hurenball” habe ich erst die Hälfte der Reihe um die Leipziger Moko gelesen. Aber schon jetzt ist klar: Die Idee, zu viert eine Serie zu schreiben und dabei jeweils aus Sicht einer unterschiedlichen Person zu berichten, überzeugt mich. Hünnebeck (Band 1) und Gray (Band 2) schreiben eindeutig anders. Sowas würde eigentlich stören, wenn die Hauptfiguren die gleichen sind. Aber weil Hünnebeck aus Sicht von Maik Keller, Gray jedoch aus der von Hubertus Knabe schreibt, geht das nicht nur in Ordnung, sondern macht echt Spass.

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